BRS News
FAO: Globaler Aktionsplan für eine nachhaltige Transformation der Nutztierhaltung verabschiedet
VDM - Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat am 24. Juli 2026 bekannt gegeben, dass der Global Plan of Action for Sustainable Livestock Transformation
vom FAO-Ausschuss für Landwirtschaft (COAG) verabschiedet wurde. Der erstmals weltweit abgestimmte Aktionsplan soll als strategischer Rahmen für die nachhaltige Transformation des Nutztiersektors dienen. Im Mittelpunkt stehen die Sicherung der Ernährung, die Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung, die Verbesserung der Tiergesundheit sowie der Schutz von Klima und Biodiversität. Weiterführende Informationen finden sich im veröffentlichten Beitrag der FAO sowie in den dort verlinkten Dokumenten.
Wetterkapriolen verändern den Milchmarkt
Der Verband der Milcherzeuger Bayern weist darauf hin, dass Trockenheit, Hitze und regional schwere Hagelereignisse die Erntesaison in vielen Teilen Bayerns und Deutschlands prägen. Während die ersten Grünlandschnitte vielerorts noch zufriedenstellende Erträge lieferten, bremsen ausbleibende Niederschläge inzwischen das Wachstum der Folgeschnitte, regional kommen erhebliche Hagelschäden hinzu. Gleichzeitig steigt mit der Trockenheit das Risiko für Feld- und Vegetationsbrände. Für Milchviehbetriebe sind solche Wetterextreme längst keine Ausnahme mehr. Nach Hochwasserereignissen und wiederkehrenden Trockenperioden gehört ein konsequentes Risikomanagement heute zur Betriebsführung. Viele Betriebe bauen daher in guten Erntejahren gezielt Futterreserven auf, um Ertragseinbußen auszugleichen und die Versorgung ihrer Herden zu sichern. Dennoch lassen sich extreme Witterungsverläufe nicht vollständig kompensieren: Schwächere Zweit- und Drittschnitte oder durch Trockenheit und Hagel geschädigte Silomaisbestände erhöhen den Bedarf an zugekauftem Grund- und Kraftfutter – und damit den wirtschaftlichen Druck auf die Milchviehbetriebe.
Ceva-Blog für Rindergesundheit - Pansenazidose bei Milchkühen
Der Ceva Blog für Rinderrgesundheit hat einen neuen Beitrag zum Thema Pansenazidose veröffentlicht. Eine leicht sinkende Milchleistung, unruhige Kühe oder ein uneinheitliches Fressverhalten am Futtertisch wirken auf den ersten Blick oft unauffällig. Treten diese Veränderungen jedoch gemeinsam auf, können sie auf eine Störung des empfindlichen Gleichgewichts im Pansen hinweisen. Hinter diesen unspezifischen Anzeichen steckt nicht selten die subakute Pansenazidose (SARA) – eine der häufigsten und zugleich am meisten unterschätzten Stoffwechselstörungen in der modernen Milchviehhaltung. Aufgrund ihres schleichenden Verlaufs bleibt sie häufig lange unerkannt und kann die Tiergesundheit, das Tierwohl sowie die Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit eines Milchviehbetriebs erheblich beeinträchtigen.
ASP in NRW: Bekämpfungsmaßnahmen kosten bislang 35 Millionen Euro
Die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Nordrhein-Westfalen hat das Land bislang rund 35 Millionen Euro gekostet. Gleichzeitig geben die zuletzt sinkenden Fallzahlen Anlass zu vorsichtigem Optimismus. Welche Maßnahmen bislang umgesetzt wurden und wie sich die Seuchenlage in Deutschland und Polen entwickelt, lesen Sie hier.Die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Nordrhein-Westfalen hat das Land bislang rund 35 Millionen Euro gekostet. Gleichzeitig geben die zuletzt sinkenden Fallzahlen Anlass zu vorsichtigem Optimismus. Welche Maßnahmen bislang umgesetzt wurden und wie sich die Seuchenlage in Deutschland und Polen entwickelt, lesen Sie hier.
Blauzungenkrankheit: Aufhebung der Verbringungsregelungen und der erweiterten Restriktionszone
Nur noch der Landkreis Göttingen und Teile der Landkreise Goslar, Holzminden und Northeim von der BTV-8-Restriktionszone betroffen.
Britische Milchviehbestände: Weniger Färsen durch steigende Rindfleischpreise und veränderte Zuchtentscheidungen
Die Zahl der weiblichen Milchkälber in Großbritannien geht seit 2022 zurück. Grund dafür sind die hohen Rindfleischpreise und veränderte Zuchtstrategien: Immer mehr Milchviehhalter setzen auf die Erzeugung von Kreuzungskälbern aus der Milch- und Fleischrinderzucht anstelle von Nachzuchtfärsen. Da dadurch weniger Ersatztiere in die Herden nachrücken, setzt sich der langfristige Rückgang des nationalen Milchkuhbestands fort. Dies wirft die Frage auf, ob künftig ausreichend Milchkühe zur Verfügung stehen werden, um die Nachfrage zu decken.
Kostenloses Online-Seminar zu EUDR-Anforderungen in der Futtermittelwirtschaft
Wie die QS Qualität und Sicherheit GmbH am 28. Juli 2026 mitteilt, bietet die QS-Akademie ein kostenloses Online-Seminar zur Umsetzung der EU-Verordnung über entwaldungsfreie Lieferketten (EUDR) an. Die Verordnung bringt für betroffene Unternehmen der Futtermittelwirtschaft neue Anforderungen an die Lieferketten und die betriebliche Dokumentation mit sich.
Neue EU-Regeln für Lieferverträge in der Landwirtschaft veröffentlicht
Die Europäische Union hat neue Vorschriften zur Stärkung der Position landwirtschaftlicher Erzeuger in der Lebensmittelversorgungskette beschlossen. Die Verordnung (EU) 2026/1739 wurde am 29. Juli 2026 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht und ändert unter anderem die Artikel 148 und 168 der Gemeinsamen Marktorganisation.
BRS-Statistikbroschüre „Rinder- und Schweineproduktion in Deutschland“ Ausgabe 2026
Die BRS-Statistikbroschüre Rinder- und Schweineproduktion in Deutschland
Ausgabe 2026 mit den Zahlen für das Jahr 2025 bzw. 2024/2025 liegt vor.
Geestferkel GmbH gibt Insolvenz bekannt
Die Geestferkel GmbH hat am 28. Juli 2026 ihre Insolvenz bekannt gegeben. Nach Angaben des Unternehmens sind 188 Beschäftigte sowie Standorte und landwirtschaftliche Partner in vier Bundesländern betroffen. Als wesentliche Ursachen nennt die Geschäftsführung den starken Preisverfall am Schweinemarkt, gestiegene Produktionskosten und fehlende langfristige Planungssicherheit.

FAO Sub Committee On Livestock Draft Global Plan Of Action For Sustainable Livestock Transformation
Bundesverband Rind und Schwein e.V.
Vereinigte Informationssysteme Tierhaltung w.V.