BRS News
OECD-FAO: Agricultural Outlook 2026–2035
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) haben den OECD-FAO Agricultural Outlook 2026–2035 veröffentlicht. In diesem werden die mittel- bis langfristigen Entwicklungen der globalen Agrar- und Fischereimärkte für die kommenden zehn Jahre analysiert. Dabei werden auch Perspektiven für den Milchsektor dargestellt, die für die Arbeit der Internationalen Milchwirtschafts-Organisation (IDF) von besonderer Bedeutung sind. Sie betreffen unter anderem die Produktion, den Verbrauch, den Handel und die Nachhaltigkeitsherausforderungen der weltweiten Milchwirtschaft.
IDF: Weltschulmilchtag am 30. September
Die International Dairy Federation (IDF) hat Informationen zum World School Milk Day veröffentlicht. Dieser findet jährlich am letzten Mittwoch im September statt und hebt die Bedeutung von Schulmilchprogrammen für die Ernährung, Bildung und Entwicklung von Kindern hervor. Schulmilchprogramme sollen Kindern den Zugang zu nährstoffreichen Milchprodukten ermöglichen, gesunde Ernährungsgewohnheiten fördern und zugleich die lokale Landwirtschaft sowie ländliche Wirtschaftsräume unterstützen. Weltweit beteiligen sich zahlreiche Länder mit Informations- und Bildungsaktionen an dem Aktionstag.
QS - Rekordtief beim Salmonellenrisiko in der Schweinemast
Die Auswertungen des QS-Salmonellenmonitorings zeigen erneut eine erfreuliche Entwicklung. So werden nur noch 1,4 % der QS-Schweinemastbetriebe der Kategorie III mit hohem Salmonellenrisiko zugeordnet. Dies ist der niedrigste Wert seit Einführung des Monitorings im Jahr 2003. Gleichzeitig befinden sich 80,1 % der Betriebe in der bestmöglichen Kategorie I. Diese Ergebnisse belegen den langfristigen Erfolg des Monitorings sowie die kontinuierlichen Anstrengungen der Betriebe, die zu mehr Tiergesundheit und Lebensmittelsicherheit führen.
Befunddaten noch besser nutzen - Neue QS-Plattform unterstützt Rinderhalter beim Benchmarking
Die QS Qualität und Sicherheit GmbH erweitert das Befunddatenmonitoring für Rinderhalter um die Web-App QS-Analytics
. Mithilfe der neuen Auswertungsplattform können Tierhalter die Befunddaten aus der Schlachtung übersichtlich abrufen und anonym mit anderen Betrieben vergleichen. So erhalten sie wertvolle Hinweise zur Tiergesundheit und können leichter erkennen, was gut läuft und was verbessert werden kann. Dieser Service steht ab sofort sowohl QS-Systempartnern als auch QM-Milch-Betrieben zur Verfügung. Über QS-Analytics sehen Mastrinder- und Milchviehhalter auf einen Blick, wie häufig Befunde bei ihren Tieren auftreten. Durch den anonymen Vergleich mit Betrieben, die an denselben Schlachthof liefern, können die eigenen Ergebnisse realistisch eingeordnet werden. Eine farbliche Darstellung zeigt, in welchen Bereichen der Betrieb gut aufgestellt ist und wo noch Verbesserungsbedarf besteht.
Verbändeallianz fordert Nachbesserung beim Tierhaltungskennzeichnungsgesetz
Der Bundesverband Rind und Schwein e. V. (BRS) fordert gemeinsam mit weiteren Verbänden der Land- und Fleischwirtschaft eine erneute Überarbeitung des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes. Nach der Stellungnahme der Europäischen Kommission müsse der Gesetzentwurf europarechtskonform, praxistauglich und ohne zusätzliche Wettbewerbsnachteile für die heimische Erzeugung ausgestaltet werden.
Stellenausschreibung des BRS - Redakteur (w/m/d)
Sie arbeiten gerne in einem jungen, innovativen Team und haben Interesse, in einem starken Dachverband der Zucht-, Besamungs- und Landeskontrollverbände für die Tierarten Rind und Schwein tätig zu werden? Sie haben außerdem Spaß und Interesse daran, unsere Fachzeitschrift Fleischrinder Journal inhaltlich zu gestalten und weiterzuentwickeln? Dann sind Sie bei uns genau richtig.
Nebenprodukte in der Schweinemast: Potentiale für eine resiliente Produktion tierischer Lebensmittel
Proteinmarkt - Der im Rahmen des Projekts Heimatversprechen
durchgeführte Fütterungsversuch untersucht den Einfluss steigender Anteile an Nebenprodukten in der Schweinemast auf die Mast- und Schlachtleistung, die N- und P-Ausscheidung, die Treibhausgasemissionen, die potenziell humanverwertbaren Proteinanteile, die heFCE und den DIAAS sowie die Wirtschaftlichkeit der Rationen. Hintergrund ist die Nahrungskonkurrenz zwischen Mensch und Nutztier, die durch Bevölkerungswachstum und die Verknappung landwirtschaftlich nutzbarer Flächen verursacht wird. Zur Bewertung dieser Konkurrenz dient die human edible fraction (HEF), die angibt, welcher Anteil eines Futters grundsätzlich für die menschliche Ernährung geeignet wäre. Während Rationen für Schweine und Geflügel aufgrund höherer Anteile an Getreide und Soja häufig hohe hef-Werte aufweisen, enthalten Rationen für Wiederkäuer aufgrund des hohen Anteils an Grobfutter meist geringere Anteile, die für den Menschen verwertbar sind. Nebenprodukte der Lebensmittelverarbeitung können die Nahrungskonkurrenz reduzieren, da sie kaum für den Menschen verwertbare Bestandteile enthalten. Die heFCE bewertet ergänzend die Effizienz der Umwandlung humanverwertbarer Nährstoffe aus dem Futter in tierische Lebensmittel, während der DIAAS zusätzlich die Proteinqualität berücksichtigt.
Erntebericht 2026 liegt vor
Am 2. September hat Bundesminister Alois Rainer in Berlin das erste vorläufige Ergebnis der diesjährigen Raps- und Getreideernte vorgestellt. Die Witterung in Europa und Deutschland war geprägt von Extremen: Ein besonders trockenes Frühjahr und Sommer sowie wiederholte Hitzewellen stellten die Landwirtinnen und Landwirte vor große Herausforderungen. Entsprechend verliefen Anbau und Ernte unter herausfordernden Bedingungen.
Auch im Futterbau zeigte die Trockenheit Auswirkungen. Die Grünlandernte 2026 begann vielerorts mit guten Erträgen, wurde ab Juni jedoch durch Hitze und Trockenheit vor allem im Süden und Südwesten deutlich beeinträchtigt. Dadurch fielen weitere Schnitte teilweise aus und die Futterversorgung wurde regional knapp. Gleichzeitig stiegen die Preise für Heu und andere Futtermittel. Auch beim Silomais werden in den trockenen Regionen deutliche Ertragseinbußen erwartet. Die weitere Entwicklung hängt stark von den Niederschlägen bis zum Herbst ab.
FLI bestätigt weiteres Shamonda-Virus-verwandtes Orthobunyavirus in Deutschland
Neueste Untersuchungsergebnisse des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) deuten auf ein zweites Einschleppungs- und Ausbreitungsereignis in Deutschland hin. Sequenzanalysen von PCR-positiven Proben aus dem Nordwesten und dem Osten Deutschlands zeigen, dass neben der seit Juli vor allem in Süddeutschland, der Schweiz und Frankreich auftretenden Variante Shamonda-Virus/DE/2026
eine weitere, mit dem Shamonda-Virus verwandte Variante vorkommt. Die Rinderproben stammen aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen und Thüringen. Das Virus gehört zur Spezies Orthobunyavirus Schmallenbergense der Simbu-Serogruppe, ist mit dem ursprünglich in Afrika und Japan beschriebenen Shamonda-Virus verwandt, zeigt aber eindeutige Unterschiede zur zuerst in der Schweiz, Frankreich und Süddeutschland nachgewiesenen Variante Shamonda-Virus/DE/2026
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PigWel: sichere Konzepte für den Umbau konventioneller Ställe zur Haltung unkupierter Ferkel entwickeln und bewerten
Die Haltung unkupierter Ferkel in konventionellen Stallungen kann durch verschiedene Maßnahmen positiv beeinflusst werden. Im Forschungsprojekt PigWel
wird die Wahlfütterung mit Roggenanteil in Kombination mit zwei Umbauvarianten eines konventionellen Ferkelaufzuchtabteils untersucht. Im Zuge des Umbaus der Tierhaltung zu mehr Tierwohl und der Umsetzung des Nationalen Aktionsplans Kupierverzicht stehen landwirtschaftliche Betriebe, vor allem in konventionellen Haltungsformen, vor Herausforderungen. Verschiedenen stallbaulichen und managementbezogenen Maßnahmen wird eine positive Wirkung zugeschrieben. Im Projekt PigWel
wird die Wahlfütterung mit Roggenanteil in Kombination mit zwei Umbauvarianten eines konventionellen Ferkelaufzuchtabteils untersucht.

PM Verbändeallianz THKG
Bundesverband Rind und Schwein e.V.
Vereinigte Informationssysteme Tierhaltung w.V.