BRS News
Generationswechsel in der Landwirtschaft – Perspektiven für die GAP nach 2027
Wer übernimmt die Höfe von morgen – und unter welchen Bedingungen gelingt der Einstieg in die Landwirtschaft? Der strukturelle Wandel in der Landwirtschaft stellt Betriebe sowie Gründerinnen und Gründer gleichermaßen vor große Herausforderungen – und eröffnet zugleich neue Chancen. Politisch Verantwortliche stehen vor der Aufgabe, diesen Wandel zu begleiten und Bedingungen zu schaffen, unter denen Gründungsideen gedeihen und Höfe zukunftsfähig wirtschaften können. Die Netzwerkveranstaltung am 1. und . Juni im Rahmen des Pilotprojekts ACKERPRENEURS lädt dazu ein, die Zukunft der Landwirtschaft aktiv mitzugestalten.
Informationen über Agrarzahlungen 2025 ab sofort online verfügbar
Im Agrar-Haushaltsjahr 2024/2025 haben in Deutschland rund 301.000 Begünstigte etwa 6,9 Milliarden Euro aus der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) erhalten – einschließlich der nationalen Kofinanzierung. Der Anteil der Direktzahlungen blieb dabei gegenüber dem vorherigen Agrarhaushaltsjahr weitgehend stabil. Darüber hinaus flossen die Mittel unter anderem in Maßnahmen zur Stärkung des ländlichen Raums, Projekte für verbesserten Hochwasserschutz oder freiwillige Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen. Alle Informationen zu den in Deutschland erfolgten Zahlungen an Begünstigte der GAP sind über das Internetportal Agrarzahlungen.de abrufbar.
MSD Webinar "Ein Blick über die Grenze: Wie entwickelt sich die dänische Schweinehaltung" am 02.06.
Am Dienstag, den 02. Juni 2026, veranstaltet MSD Tiergesundheit um 19:00 Uhr ein Webinar aus der Reihe Fokus Schwein.
Anwendung der Neuen Genomischen Techniken
Die EU arbeitet an einem Rechtsrahmen für Pflanzen aus Neuen Genomischen Techniken (NGT). Im Zentrum stehen zwei Kategorien: NGT1 und NGT2. Dr. Robert Hoffie vom Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) beantwortet in einem Fachgespräch Fragen zur Technik, Regulierung und Chancen für die Landwirtschaft.
Mehr Eigenverantwortung für Betriebe: Bundeskabinett bringt nationale GAP-Vereinfachungen auf den Weg
Das Bundeskabinett hat ein Rechtsetzungspaket verabschiedet, mit dem das nationale Durchführungsrecht der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) weiter vereinfacht wird. Das Paket wurde vom Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer, vorgelegt. Dies eröffnet vor allem Betrieben mit Grünland und Öko-Betrieben neue Möglichkeiten.
Bundeskabinett beschließt Erleichterungen beim Stallumbau
Das Bundeskabinett hat den vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) vorgelegten Gesetzentwurf zur Modernisierung des Städtebau- und Raumordnungsrechts verabschiedet und damit auch vereinfachte Regelungen für den Stallumbau auf den Weg gebracht. Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) hat sich in den Abstimmungen dafür eingesetzt, auch den Umbau von Tierställen zu ermöglichen, die vor 2013 errichtet wurden und aufgrund einer damaligen Rechtsänderung nicht umgebaut werden durften. Voraussetzung ist, dass sich durch den Umbau die Haltungsbedingungen verbessern und die Zahl der Tierplätze sich nicht erhöht. Auch ein Wechsel der in dem Stall gehaltenen Tierart wird künftig möglich sein.
Initiative Tierwohl: Zwei neue Programme für die Rindermast
Die Initiative Tierwohl (ITW) erweitert ihr Angebot für die Rindermast und führt zum 1. Juni 2026 die neuen Programme Frischluftstall
und Auslauf/Weide
ein. Damit bietet die ITW wie bereits jetzt für Schweinehalter und Geflügelhalter künftig auch für Rinderhalter drei Programme mit steigendem Anforderungsniveau an, die den Stufen 2, 3 und 4 der bekannten Haltungsform-Kennzeichnung entsprechen. Neben dem bewährten Programm Stall plus Platz
(Haltungsform Stufe 2) können Rindermastbetriebe nun auch an den Programmen Frischluftstall
(Haltungsform Stufe 3) und Auslauf/Weide
(Haltungsform Stufe 4) teilnehmen. So entsteht für die Tierhalter ein aufeinander aufbauendes, flexibles System. Die ITW reagiert damit auf die anhaltende Nachfrage nach Fleisch aus höheren Haltungsformstufen und bietet Landwirtschaft, Fleischwirtschaft, Handel und Gastronomie ein verlässliches, transparentes und einheitliches System, das den EU‑Vorgaben zur verbesserten und vergleichbaren Verbraucherinformation (der sogenannten EmpCo-Richtlinie) entspricht.
Stellenausschreibung: Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in im Bereich Agrarwissenschaften mit ökonomischen Schwerpunkt (m/w/d) am Thünen-Institut
Das Institut für Betriebswirtschaft des Johann Heinrich von Thünen-Instituts, Bundesforschungsinstitut für ländliche Räume, Wald und Fischerei, in Braunschweig sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n wissenschaftliche*n Mitarbeiter*in im Bereich Agrarwissenschaften mit ökonomischem Schwerpunkt (w/m/d) – Produktionsökonomie Milchproduktion – in Teilzeit mit 50 % der regelmäßigen Arbeitszeit (zzt. 19,5 Stunden/Woche) zur Durchführung von Forschung und Politikberatung im Arbeitsgebiet Ökonomik der Milchproduktion
. Bei Interesse ist eine befristete Aufstockung der Stelle auf bis zu 100 % im Rahmen einer Vertretung möglich, und zwar vom 01.08.2026 bis zum 31.07.2028.
Lahmheiten erkennen und vermeiden
Statistisch gesehen ist nahezu jede vierte Kuh in Deutschland lahm, wie aus einer Erhebung aus dem Jahr 2020 hervorgeht. Lahmheiten bedeuten immer Schmerzen für das Tier und führen auch zu ökonomischen Verlusten. Es werden Gesamtkosten von 130 bis 600 Euro pro Lahmheitsfall kalkuliert. Das entspricht einem Verlust von 5 bis 10 % des Jahresgewinns pro Kuh. Neben den vielen verfügbaren digitalen Hilfsmitteln zur Lahmheitserkennung ist das aufmerksame Betrachten der Herde während der Arbeit im Stall unersetzbar. Wichtig und arbeitserleichternd ist es, nach einem Schema zu arbeiten und sich den gesunden Bewegungsapparat zu vergegenwärtigen. Dazu ein paar Informationen von Milchpraxis.
Jubiläum: 10 Jahre AgrarScouts
Die AgrarScouts feiern ihr zehnjähriges Bestehen. Seit 2016 sind sie bundesweit im Einsatz, um Landwirtschaft erlebbar zu machen – in Schulen, auf Höfen und bei Veranstaltungen. Dabei kommen sie mit Menschen ins Gespräch, die sonst selten mit Landwirt:innen sprechen. Zehn Jahre bedeuten über 10.000 persönliche Begegnungen, unzählige Fragen, viele Überraschungen – und vor allem echten Dialog auf Augenhöhe. Das AgrarScouts-Netzwerk ist heute eine der zentralen Dialogplattformen des Forums Moderne Landwirtschaft.

Bundesverband Rind und Schwein e.V.
Vereinigte Informationssysteme Tierhaltung w.V.