BRS News

11.05.2026

Vion-Schlachthöfe - Standort Buchloe geht an ABP Food Group

AgE - Bei der niederländischen Vion Food Group geht der Rückzug aus dem deutschen Markt weiter. Nach dem im April angekündigten Verkauf der zwei süddeutschen Schlachthöfe Crailsheim und Waldkraiburg wurde jetzt auch ein Käufer für den schwäbischen Standort Buchloe gefunden. Laut Vion wird die in Irland ansässige ABP Food Group (ABP) den reinen Rinderschlacht- und -zerlegebetrieb übernehmen. Die ABP ist ein familiengeführtes Unternehmen, das gemeinsam mit seinen Tochtergesellschaften nicht nur am irischen Heimatmarkt, sondern auch im Vereinigten Königreich und europaweit tätig ist.
Am Standort Buchloe kommen jährlich rund 90.000 Rinder an den Haken; beschäftigt sind dort etwa 270 Mitarbeiter. Die geplante Transaktion ist nach Angaben von Vion als Asset Deal strukturiert. Dies bedeutet, dass der Standort bis zum Vollzug vollumfänglich operativ tätig bleibt. Vion kündigte an, die bestehenden Lieferketten sowie die Beziehungen zu Lieferanten und Kunden unverändert fortzuführen und alle Verpflichtungen zu erfüllen. Der Abschluss des Deals erfolgt vorbehaltlich der kartellrechtlichen Genehmigung sowie weiterer üblicher Abschlussbedingungen und wird in den kommenden Monaten erwartet.

 
11.05.2026

Umweltschutz in der kommenden GAP - Brüssel legt Empfehlungen vor

AgE - Die Europäische Kommission empfiehlt für die GAP nach 2027 einfachere, zielgerichtetere und einkommenswirksame Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen (AUKA). Laut einem Bericht der DG AGRI sollen Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen effektiver und zugleich praxistauglicher werden. Grundlage sind Erfahrungen aus den aktuellen GAP-Strategieplänen.

 
11.05.2026

Finanzierung von mehr Tierwohl - VEZG-Preissturz heizt Debatte an

AgE - Der jüngste Preissturz bei Schlachtschweinen befeuert die Debatte über die Finanzierbarkeit höherer Tierwohlstandards in Deutschland. Hans-Benno Wichert vom Landesbauernverband Baden-Württemberg (LBV) zeigte bei der Frühjahrstagung der Verbindungsstelle Landwirtschaft-Industrie (VLI) am Mittwoch, dem 6. Mai, in Münster keinerlei Verständnis dafür, dass die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) ihre Notierung für Schlachtschweine am gleichen Tag um 10 Cent auf 1,60 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht (SG) gesenkt hat.

 
11.05.2026

Interview mit der Bundestierschutzbeauftragten Silvia Breher zum Tierwohl nur mit der Landwirtschaft

AGRA Europe hat ein Interview mit Silvia Breher geführt. Breher ist die Beauftragte der Bundesregierung für Tierschutz und damit erste Ansprechpartnerin für tierschutzrelevante Fragestellungen in Deutschland.

 
08.05.2026

QS informiert über Änderungen im Antibiotikamonitoring ab 2027

Ab dem Jahr 2027 ändern sich die staatlichen Meldeprozesse im HIT-System im Rahmen des Antibiotikamonitorings. Darauf weist die QS Qualität und Sicherheit GmbH in einem aktuellen Informationspapier hin. Ziel sei es, das Monitoring praxisnäher zu gestalten und Betriebe bei Dokumentation und Auswertung zu entlasten.

 
07.05.2026

Wiederholte Grippeimpfung bei Kälbern – Effekte auf Tiergesundheit und Entwicklung in der Gruppenhaltung

Proteinmarkt - Atemwegserkrankungen bei Rindern, insbesondere bei Kälbern und Jungrindern, gewinnen zunehmend an Bedeutung. Die ersten Lebenswochen sind dabei eine besonders kritische Phase in der Kälberaufzucht. In diesem Zeitraum ist das Risiko für Erkrankungen deutlich erhöht, was gleichzeitig mit einer gesteigerten Mortalität einhergeht. Klinisch treten diese Erkrankungen meist etwas verzögert auf und häufen sich insbesondere ab der vierten Lebenswoche. Die Folgen für die betroffenen Tiere sind erheblich: Erkrankte Kälber zeigen geringere tägliche Zunahmen und eine insgesamt verzögerte Entwicklung. Dies hat nachgewiesenermaßen Einfluss auf ihre spätere Produktivität, Langlebigkeit und Milchleistung als Kuh.

 
06.05.2026

Nach einem Jahr: Bundesregierung meldet vollzogenen Kurswechsel in Landwirtschaftspolitik

In seinem ersten Jahr im Amt hat Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat Alois Rainer die Landwirtschaftspolitik grundlegend neu ausgerichtet, meldet das BMLEH. Im Mittelpunkt stünden nun Entlastung, Planungssicherheit und die Stärkung der ländlichen Räume als lebenswerte Heimat, nicht neue Belastungen. Zentrale Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag würden umgesetzt oder befinden sich im weiteren Verfahren.

 
06.05.2026

Bundeswettbewerb Melken 2026: Ingrid Vogt siegt beim Testlauf in Triesdorf

Bundeswettbewerb Melken vom 27. bis 29. April 2026 – Landwirtschaftliche Lehranstalten Triesdorf als Austragungsort – Testlauf nach neuen Prüfkriterien inklusive AMS und Tierwohl – Ingrid Vogt siegt – Vize-Präsident Westrup zeichnet Gewinnerin Ingrid Vogt mit einer Urkunde aus

 
05.05.2026

Verbändeallianz zum Entwurf zur Änderung des TierHaltKennzG: Bürokratiezuwachs vermeiden – Fortschritte erkennbar

Die Verbändeallianz aus BVLH, BVWS, BRS, DBV, DRV, ISN und VDF fordert weiterhin die Vermeidung drohender Bürokratie und begrüßt zugleich, dass der Gesetzentwurf zur dritten Änderung des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes zentrale Vorschläge der Verbände aufgreift. Positiv bewerten die Verbände insbesondere die Möglichkeit des vollständigen Downgradings, die Einbeziehung des Außer‑Haus‑Verzehrs sowie die Berücksichtigung ausländischer Ware. Gleichzeitig enthält der Entwurf jedoch Regelungen, die dem Ziel des Bürokratieabbaus entgegenstehen. Kritisch sehen die Verbände vor allem die geplanten Vorgaben zum staatlichen Logo, Registrierung und Überwachung, die aus Sicht der Wirtschaft zusätzlichen Aufwand verursachen und somit einen Bürokratiezuwachs bedeuten, ohne einen Mehrwert für Tierwohl oder Verbraucherinformation zu bringen. Die Verbändeallianz spricht sich daher für eine klare Deklarationspflicht mit einheitlichen, verpflichtenden Begriffen aus und lehnt ein zusätzliches staatliches Logo ab. Verantwortung und Kontrolle sollten – wie bei anderen Kennzeichnungspflichten – beim Inverkehrbringer liegen, gestützt auf bewährte privatwirtschaftliche Kontrollsysteme. Die Kennzeichnungspflicht sollte auch in der Außer-Haus-Verpflegung sehr effizient erfolgen, indem beispielsweise Rückverfolgungsanforderungen praxistauglich und bürokratiearm ausgestaltet werden.

 
05.05.2026

Forderung des Europaparlaments - Kommission soll Tierhaltung stärken

AgE - Das Europäische Parlament hat die Europäische Kommission aufgefordert, die Tierhaltung in der EU gezielt zu stärken. In einer am Donnerstag, dem 30. April, verabschiedeten Entschließung drängen die Abgeordneten darauf, die heimischen Tierhalter stärker zu unterstützen, sie vor Konkurrenz durch Importe aus Drittstaaten zu schützen und eine Verlagerung der Produktion ins außereuropäische Ausland zu verhindern. Das Parlament begründet die Entschließung damit, dass die Tierhaltung für Wirtschaft, Ernährungssicherung und Umweltschutz von zentraler Bedeutung ist, gleichzeitig jedoch zunehmendem ökonomischen, ökologischen und sozialen Druck ausgesetzt ist. Um einen weiteren Rückgang der Tierzahlen in Europa zu verhindern, müsse agrarpolitisch gegengesteuert werden.