BRS News
Wiederholte Grippeimpfung bei Kälbern – Effekte auf Tiergesundheit und Entwicklung in der Gruppenhaltung
Proteinmarkt - Atemwegserkrankungen bei Rindern, insbesondere bei Kälbern und Jungrindern, gewinnen zunehmend an Bedeutung. Die ersten Lebenswochen sind dabei eine besonders kritische Phase in der Kälberaufzucht. In diesem Zeitraum ist das Risiko für Erkrankungen deutlich erhöht, was gleichzeitig mit einer gesteigerten Mortalität einhergeht. Klinisch treten diese Erkrankungen meist etwas verzögert auf und häufen sich insbesondere ab der vierten Lebenswoche. Die Folgen für die betroffenen Tiere sind erheblich: Erkrankte Kälber zeigen geringere tägliche Zunahmen und eine insgesamt verzögerte Entwicklung. Dies hat nachgewiesenermaßen Einfluss auf ihre spätere Produktivität, Langlebigkeit und Milchleistung als Kuh.
Nach einem Jahr: Bundesregierung meldet vollzogenen Kurswechsel in Landwirtschaftspolitik
In seinem ersten Jahr im Amt hat Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat Alois Rainer die Landwirtschaftspolitik grundlegend neu ausgerichtet, meldet das BMLEH. Im Mittelpunkt stünden nun Entlastung, Planungssicherheit und die Stärkung der ländlichen Räume als lebenswerte Heimat, nicht neue Belastungen. Zentrale Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag würden umgesetzt oder befinden sich im weiteren Verfahren.
Bundeswettbewerb Melken 2026: Ingrid Vogt siegt beim Testlauf in Triesdorf
Bundeswettbewerb Melken vom 27. bis 29. April 2026 – Landwirtschaftliche Lehranstalten Triesdorf als Austragungsort – Testlauf nach neuen Prüfkriterien inklusive AMS und Tierwohl – Ingrid Vogt siegt – Vize-Präsident Westrup zeichnet Gewinnerin Ingrid Vogt mit einer Urkunde aus
Verbändeallianz zum Entwurf zur Änderung des TierHaltKennzG: Bürokratiezuwachs vermeiden – Fortschritte erkennbar
Die Verbändeallianz aus BVLH, BVWS, BRS, DBV, DRV, ISN und VDF fordert weiterhin die Vermeidung drohender Bürokratie und begrüßt zugleich, dass der Gesetzentwurf zur dritten Änderung des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes zentrale Vorschläge der Verbände aufgreift. Positiv bewerten die Verbände insbesondere die Möglichkeit des vollständigen Downgradings, die Einbeziehung des Außer‑Haus‑Verzehrs sowie die Berücksichtigung ausländischer Ware. Gleichzeitig enthält der Entwurf jedoch Regelungen, die dem Ziel des Bürokratieabbaus entgegenstehen. Kritisch sehen die Verbände vor allem die geplanten Vorgaben zum staatlichen Logo, Registrierung und Überwachung, die aus Sicht der Wirtschaft zusätzlichen Aufwand verursachen und somit einen Bürokratiezuwachs bedeuten, ohne einen Mehrwert für Tierwohl oder Verbraucherinformation zu bringen. Die Verbändeallianz spricht sich daher für eine klare Deklarationspflicht mit einheitlichen, verpflichtenden Begriffen aus und lehnt ein zusätzliches staatliches Logo ab. Verantwortung und Kontrolle sollten – wie bei anderen Kennzeichnungspflichten – beim Inverkehrbringer liegen, gestützt auf bewährte privatwirtschaftliche Kontrollsysteme. Die Kennzeichnungspflicht sollte auch in der Außer-Haus-Verpflegung sehr effizient erfolgen, indem beispielsweise Rückverfolgungsanforderungen praxistauglich und bürokratiearm ausgestaltet werden.
Forderung des Europaparlaments - Kommission soll Tierhaltung stärken
AgE - Das Europäische Parlament hat die Europäische Kommission aufgefordert, die Tierhaltung in der EU gezielt zu stärken. In einer am Donnerstag, dem 30. April, verabschiedeten Entschließung drängen die Abgeordneten darauf, die heimischen Tierhalter stärker zu unterstützen, sie vor Konkurrenz durch Importe aus Drittstaaten zu schützen und eine Verlagerung der Produktion ins außereuropäische Ausland zu verhindern. Das Parlament begründet die Entschließung damit, dass die Tierhaltung für Wirtschaft, Ernährungssicherung und Umweltschutz von zentraler Bedeutung ist, gleichzeitig jedoch zunehmendem ökonomischen, ökologischen und sozialen Druck ausgesetzt ist. Um einen weiteren Rückgang der Tierzahlen in Europa zu verhindern, müsse agrarpolitisch gegengesteuert werden.
Kappung und Degression - Ausnahme für Junglandwirte?
AgE - Angesichts der aus vielen Mitgliedstaaten vorgetragenen Kritik an Kappung und Degression bei den Direktzahlungen hat EU-Agrarkommissar Christophe Hansen Gesprächsbereitschaft signalisiert. Beim Agrarrat in Luxemburg kündigte er an, eine Ausnahme für Junglandwirte prüfen zu wollen. Wir werden sehen, wie dieses Ziel gemeinsam mit den vorgeschlagenen sechs Prozent der Ausgaben für Junglandwirte erreicht werden kann
, sagte Hansen am Montag, dem 27. April.
Tiergesundheit schafft mehr Tierwohl und ist auch gut fürs Klima
AgE - Die Nutztierhaltung wird auch in Zukunft von großer Bedeutung für die Tiergesundheitsbranche in Deutschland sein. Dies betonte die Geschäftsführerin des Bundesverbandes für Tiergesundheit (BfT), Dr. Sabine Schüller, in einem Interview mit AGRA Europe. Zwar ist der Umsatzanteil des Nutztiersegments seit 2011 zurückgegangen, während der Bereich der Kleintiere bei einem insgesamt wachsenden Markt kontinuierlich wichtiger geworden ist. Im Jahr 2025 wurden vom Gesamtumsatz von fast 1,1 Mrd. Euro aber immer noch rund 39 % in der Landwirtschaft erzielt, ebenso viel wie im Jahr zuvor.
Women in Ag Award 2026 – Networking auf den DLG-Feldtagen
Der Einsendeschluss für den Women in Ag Award 2026 ist der 10. Juli 2026. Der Preis wird von der DLG gemeinsam mit dem Women in Ag Magazine auf der EuroTier 2026 in Hannover verliehen.
Mehr Mastitis-Kontrolle durch Impfung: Neuer Impfstoff stärkt die Abwehrkraft der Kühe gegen E. coli und Staph. aureus
Boehringer Ingelheim hat die Zulassung für einen neuen inaktivierten Impfstoff erhalten zur Immunisierung von Kühen und Färsen mit E. Coli (J5) und Staph. aureus.
Neues kostenloses E-Book: Sicher impfen – worauf kommt es wirklich an?
Mit Impfen mit Sicherheit
stellt Boehringer Ingelheim ein neues, kostenloses E-Book für Landwirte und Tierhalter vor. Es liefert praxisnahe Tipps, wie Impfungen im Schweinebestand sicher, wirksam und tiergerecht umgesetzt werden können.

Bundesverband Rind und Schwein e.V.
Vereinigte Informationssysteme Tierhaltung w.V.