BRS News
Agrarausschuss stimmt für Videoüberwachung in größeren Schlachthöfen
Größere Schlachtbetriebe sollen den Schlachtprozess künftig mit offen sichtbaren Kameras aufzeichnen und die Aufnahmen 30 Tage speichern. Der Agrarausschuss des Bundestages stimmte dem Gesetzentwurf der Bundesregierung zu. Die abschließende Beratung im Plenum ist laut Tagesordnung für den 5. November 2026 vorgesehen.
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Tagesveranstaltung für Milcherzeuger am 19. November 2026 in Bitburg (Rheinland-Pfalz)
Agrarrat: Etappenziel bei der GAP erreicht
Nach langen und intensiven Verhandlungen haben sich die 27 EU-Agrarministerinnen und -minister in Luxemburg einstimmig auf eine partielle Allgemeine Ausrichtung zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2027 verständigt. Damit konnte ein Gleichgewicht zwischen Flexibilität für die einzelnen Mitgliedstaaten und einem gemeinsamen Rahmen auf EU-Ebene erzielt werden.
KI im Unternehmensalltag: BRS bietet kostenlose Datenschutzberatung auf der EuroTier
Chancen nutzen, Risiken erkennen: BRS-Datenschutzbeauftragter Christian Frick informiert am 10. und 11. November über den sicheren Einsatz von Künstlicher Intelligenz und weitere Datenschutzfragen
Künstliche Intelligenz (KI) hält zunehmend Einzug in den Unternehmensalltag. Ob bei der Automatisierung von Arbeitsabläufen, der Verarbeitung von Informationen oder der Unterstützung administrativer Tätigkeiten: KI-Anwendungen eröffnen vielfältige Möglichkeiten zur Effizienzsteigerung. Gleichzeitig stellen sich Unternehmen neue rechtliche und organisatorische Fragen. Insbesondere der Umgang mit personenbezogenen und vertraulichen Daten erfordert besondere Aufmerksamkeit.
Der Bundesverband Rind und Schwein e. V. (BRS) greift diese Entwicklung auf und bietet seinen Mitgliedern im Rahmen der EuroTier 2026 eine kostenlose Informations- und Beratungsleistung an. Am 10. und 11. November steht der Datenschutzbeauftragte des Verbandes, Christian Frick von Frick Data Security, am BRS-Gemeinschaftsstand Schwein für persönliche Gespräche zur Verfügung.
Vertiefte Zusammenarbeit: Bundesminister Rainer beendet Reise nach Großbritannien
Zum Abschluss seiner dreitägigen Reise nach London hat der Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer, die Bedeutung enger deutsch-britischer Beziehungen für die Agrar- und Ernährungswirtschaft unterstrichen. Im Mittelpunkt seiner Gespräche mit der britischen Agrarministerin Dame Angela Eagle, britischen Abgeordneten sowie Wirtschaftsvertreterinnen und -vertretern standen der Abbau von Handelshemmnissen, verlässliche Lieferketten und eine engere Zusammenarbeit bei Forschung und Innovation, insbesondere in den Bereichen Tier- und Pflanzengesundheit sowie Nachhaltigkeit.
Weidepflicht im Ökolandbau: Mehr Spielraum für betroffene Bio-Betriebe
Bei den Verhandlungen zur Änderung der EU-Ökoverordnung hat sich der Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer, mit Nachdruck für praxistaugliche Lösungen bei der Weidepflicht eingesetzt. Ziel war es, die besondere Situation von Bio-Betrieben, die aus strukturellen Gründen keinen zeitnahen Weidezugang ermöglichen können, im europäischen Recht stärker zu berücksichtigen. Im Rahmen der Trilogverhandlungen zur EU-Ökoverordnung hat die EU-Kommission nun anerkannt, dass die notwendigen strukturellen Anpassungen mehr Zeit erfordern können. Sie räumt den zuständigen Behörden außerdem Spielräume bei der Umsetzung der Vorgaben ein, beispielsweise bei der Berücksichtigung regionaler Gegebenheiten. Die Umsetzung und Überwachung der Weidepflicht liegt in der Verantwortung der Länder.
Zeitumstellung – auch für Kühe eine Herausforderung?
Feste Routinen treffen auf neue Uhrzeiten: Melkroboter können den Stress für die Kühe reduzieren, da sie ihren Melkrhythmus weitgehend selbst bestimmen können. In NRW nutzen rund ein Viertel der Milchkuhbetriebe Melkroboter. Diese ermöglichen es den Kühen, nach ihren eigenen biologischen Bedürfnissen zum Roboter zu gehen. Die Kühe in freiwilligen Melksystemen sind von der Zeitumstellung deutlich weniger betroffen, da die Tiere im selbstbestimmten Rhythmus gemolken werden. Es gibt dabei keinen klassischen Melktakt. Aber sie nehmen diese auch ein Stück weit wahr, da es auf den Betrieben neben dem Melken immer auch bestimmte Betriebsabläufe gibt, die dann früher oder später stattfinden
, so Benedikt Langemeyer, Milchkuhhalter aus Mettingen. Im klassischen Melkstand werden die Kühe in der Regel zweimal am Tag gemolken. Da Kühe sensible Gewohnheitstiere
sind, mögen viele von ihnen Regelmäßigkeit. Eine Stunde früher oder später gemolken zu werden, ist für die Tiere deutlich spürbar. Viele meiner Kollegen passen die Melkzeiten in der Übergangszeit deshalb auf eine halbe Stunde an, um näher am Biorhythmus der Tiere zu bleiben. Entspannte Kühe sind mir am liebsten. Und mehr Milch geben sie dann auch.
Initiative Tierwohl und DLG: Bessere Vermarktungsmöglichkeiten für Milchviehhalter
Weniger Prüfaufwand für Milchviehhalter: Die Initiative Tierwohl (ITW) und die DLG TestService GmbH haben vereinbart, dass die DLG-Tierwohl-Zertifizierungen in Bronze, Silber und Gold für die entsprechenden ITW-Programme anerkannt werden. Damit können entsprechend zertifizierte Betriebe ihre Schlachtkühe künftig ohne zusätzliches ITW-Audit im Rahmen dieser Programme vermarkten.
Tierhalter brauchen verlässliche Systeme, die Tierwohl fördern, ohne unnötige Doppelstrukturen zu schaffen
, erklärt Robert Römer, Geschäftsführer der Initiative Tierwohl. Mit der Anerkennung der DLG-Tierwohlprogramme eröffnen wir bereits zertifizierten Milchviehhaltern zusätzliche Vermarktungsmöglichkeiten. Wir nutzen bestehende Zertifizierungen, statt vergleichbare Anforderungen ein zweites Mal zu prüfen.
Die Anerkennung ist an klare Voraussetzungen gebunden. Die DLG stellt sicher, dass die Kontrollen von neutralen, entsprechend qualifizierten Auditoren durchgeführt werden. Auch künftig sollen die Anforderungen der jeweiligen Programme vergleichbar bleiben. Dazu wurde vereinbart, relevante Änderungen der ITW-Anforderungen in die anerkannten DLG-Tierwohlstufen zu übernehmen.
Hitze – wie schnell erholen sich Kühe davon?
Proteinmarkt - Die globale Erwärmung und zunehmende Hitzewellen stellen eine wachsende Herausforderung für die Landwirtschaft dar. Besonders Milchkühe sind aufgrund ihres intensiven Stoffwechsels und ihrer hohen Milchleistung anfällig für Hitzestress. Dieser erschwert die Wärmeabgabe, verringert die Futteraufnahme und beeinträchtigt die Thermoregulation. Laut Tober (2019) zeigen Kühe mit einer Tagesleistung von über 35 kg Milch bereits ab 10 °C Schwierigkeiten bei der Temperaturregulierung. Hitzestress schwächt zudem das Immunsystem, erhöht das Krankheitsrisiko und beeinträchtigt die Fruchtbarkeit. Auch trockenstehende Kühe sind betroffen. Eine von Proteinmarkt veröffentlichte Meldung zu den Untersuchungen von Menta et al. (2022) berichtet, dass Hitzestress vor und nach der Kalbung die Milchleistung und Fruchtbarkeit reduziert sowie Erkrankungen in der Frühlaktation begünstigt. Besonders jüngere Kühe wiesen erhöhte Erkrankungsraten auf.
Erstmals wieder weniger Auszubildende zur Landwirtin und zum Landwirt
Im Jahr 2025 gab es insgesamt 31.365 Auszubildende in den Bereichen Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei. Das sind 279 Auszubildende weniger als ein Jahr zuvor. Während sich mehr Menschen für die Ausbildung zur Gärtnerin und zum Gärtner sowie zur Forstwirtin und zum Forstwirt entschieden, sank die Zahl der Auszubildenden zur Landwirtin und zum Landwirt erstmals seit 2021 wieder und lag 2025 bei 9.168 Menschen.

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Bundesverband Rind und Schwein e.V.
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