BRS News

21.05.2026

Weidezeit und Sommerfütterung im Fokus: SCHAUMANN kombiniert zwei bewährte Aktionen

Die Weide- und Sommermonate stellen besondere Anforderungen an die Versorgung und Leistungsfähigkeit von Rindern. Mit zwei bewährten Aktionen unterstützt Schaumann Landwirt:innen auch im Jahr 2026 gezielt bei der bedarfsgerechten Fütterung während dieser anspruchsvollen Jahreszeit. Im Fokus steht die Sommeraktion Rind 2026, die rinderhaltenden Betrieben gezielte Lösungen für die warmen Monate bietet. Hitze, Nacherwärmung und teilweise verringerte Futteraufnahme verlangen nach intelligenten Fütterungsstrategien. Im Aktionszeitraum vom 1. April bis zum 31. Juli 2026 gelten Aktionsvorteile auf ausgewählte Produkte zur Unterstützung von Stoffwechsel, Pansenstabilität und TMR-Stabilität, darunter RINDAVITAL VARIO PROTECT, RINDAVITAL PANSENFIT, RINDAMIN BP und SILOSTAR TMR PROTECT. Auch ökologisch zertifizierte Varianten sind Bestandteil der Aktion.

 
21.05.2026

Einsatz von verarbeiteten tierischen Proteinen beim Ferkel – Versuchsdurchgang 2

Proteinmarkt - Seit Herbst 2021 ist der Einsatz von verarbeiteten tierischen Proteinen (VTP) in der Tierernährung wieder erlaubt. Grundsätzlich dürfen VTP jedoch nicht an dieselbe Tierart verfüttert werden. Das bedeutet, dass VTP von Schweinen für Geflügelfutter und VTP von Geflügel für Schweinefutter verwendet werden dürfen. VTP sind jedoch nicht mehr mit den Fleisch- bzw. Fleischknochenmehlen aus der Zeit vor der BSE-Krise vergleichbar. Deshalb sind entsprechende Fütterungsversuche notwendig. In einem ersten Versuch mit Ferkeln am Staatsgut Schwarzenau wurden Rationen mit VTP und Rationen mit pflanzlichen Eiweißträgern (Sojaextraktionsschrot) verglichen. Das VTP wurde über ein Ergänzungsfutter eingesetzt. In diesem Versuch führte der Einsatz von VTP zu einer niedrigeren Futteraufnahme und Leistung. Diese Ergebnisse stehen im Widerspruch zu Untersuchungen aus Köllitsch (Meyer und Olschewski, 2023), bei denen Geflügelmehl als Rationskomponente und nicht über ein Ergänzungsfutter eingesetzt wurde. In dem vorliegenden Versuch wurde das Geflügelmehl direkt in die Ration eingemischt, um geschmackliche Beeinträchtigungen durch weitere Bearbeitungsprozesse auszuschließen.

 
21.05.2026

Bundesverband Rind und Schwein richtet Anliegen an Minister Rainer

Im Zusammenhang mit der Anhörung zum Referentenentwurf des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes hat sich der Bundesverband Rind und Schwein gemeinsam mit weiteren Verbänden brieflich an Bundesminister Rainer gewandt. Die Verbände hatten eine umfassende und konstruktive Stellungnahme zum Tierhaltungskennzeichnungsgesetz erarbeitet, die bei den Mitgliedern der Regierungsfraktionen weitgehend auf Zustimmung stieß. Ziel war es, den Referentenentwurf praxisgerecht und bürokratiearm zu gestalten sowie mögliche Hindernisse für die Notifizierung auf europäischer Ebene frühzeitig zu identifizieren und zu beseitigen. Dabei orientierten sich die Verbände an der zugesagten stärkeren Einbeziehung der Wirtschaftskompetenzen. Mit der kurzfristig eingeleiteten Notifizierung des Entwurfs mussten die Verbände jedoch feststellen, dass ihre Vorschläge und Anmerkungen bislang keine Berücksichtigung gefunden haben. Von besonderer Wichtigkeit sind dabei Hinweise zu Registrierung, Überwachung und den Anforderungen an Haltungsformstufen, einschließlich Sauen und Ferkeln, sowie weitere Änderungen, die die Praktikabilität und Umsetzbarkeit des Gesetzes betreffen. Vor diesem Hintergrund bittet der Bundesverband Rind und Schwein um ein persönliches Gespräch mit Minister Rainer, um das Vorgehen des Ministeriums zu besprechen und die nächsten Schritte im Gesetzgebungsverfahren zu erörtern.

 
21.05.2026

Empfehlungen für zumutbare Anforderungen an wolfsabweisende Herdenschutzzäune

Wie lässt sich die Weidetierhaltung auch in Wolfsgebieten praktikabel und wirtschaftlich zumutbar gestalten? Antworten darauf gibt die neue, 24-seitige Broschüre Empfehlungen für zumutbare Anforderungen an wolfsabweisende Herdenschutzzäune. Sie wurde vom Bundeszentrum Weidetiere und Wolf (BZWW) im Auftrag des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) entwickelt. Sie ist ab sofort im BLE-Medienservice abrufbar.

 
21.05.2026

Wenn der Stall zur Krisenzone wird - Junglandwirt:innen-Frühstück beim Deutschen Bauerntag

Tierseuchen treffen Betriebe ohne Vorwarnung. Dann läuft die Uhr: Tiere müssen gekeult werden, Märkte brechen weg und Existenzen geraten ins Wanken. Dafür braucht es klare Strategien, ehrlichen Austausch und vorbereitete Betriebe, sagt Lars Ruschmeyer vom Bund der Deutschen Landjugend (BDL). Darum greifen der BDL und der Deutsche Bauernverband (DBV) dieses Thema beim Deutschen Bauerntag 2026 in Freiburg auf. Gemeinsam laden sie am 25. Juni 2026 von 7:30 bis 9:00 Uhr zum Junglandwirt:innen-Frühstück ein und stellen die Frage: Betriebe schützen heißt Zukunft sichern – wie sind wir für Tierseuchen gewappnet? Anmeldungen sind bis zum 3. Juni 2026 per E-Mail an bauerntag@bauernverband.net möglich.

 
20.05.2026

EU-Ökoverordnung - Lässt sich der Zeitplan halten?

AgE - Wird bis zum Jahresende eine Einigung über die Anpassung der EU-Ökoverordnung erzielt? Das scheint aktuell nicht sicher. Das Europaparlament will erst im September seine Position für die Verhandlungen mit der EU-Kommission und dem Rat festlegen. Einer der Streitpunkte ist das Thema Weidehaltung bei Milchkühen. Nachdem EU-Agrarkommissar Christos Stylianides nun doch keine Ausnahmeregelung vorgeschlagen hat, will man auf konservativer Seite jetzt die Vorgaben im EU-Ökorecht abschwächen. Aus Teilen der EVP heißt es, man könne sich vorstellen, modernere überdachte Ausläufe für Milchkühe im künftigen EU-Ökorecht dem Weidezugang gleichzusetzen.

 
20.05.2026

Kreislaufwirtschaft - Was passiert mit den Reststoffen aus der Lebensmittelherstellung?

Mit dem Beitrag Was passiert mit den Reststoffen aus der Lebensmittelherstellung? greift das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BIZ) das wichtige Thema der Kreislaufwirtschaft auf. In der Lebensmittelindustrie fallen große Mengen an Biomasse-Reststoffen an, vor allem in der Öl-, Zucker- und Getreideverarbeitung sowie in der Fleisch- und Milchproduktion. Etwa 78 % werden stofflich genutzt, meist als Futtermittel, und überwiegend regional verwertet, da ein Transport über weite Strecken oft unwirtschaftlich ist. Typische Reststoffe sind Trester, Biertreber, Kleie, Rübenschnitzel oder Kartoffelpülpe. Nutztiere spielen eine bedeutende Rolle bei der Verwertung dieser Ressourcen und sind unverzichtbar für den landwirtschaftlichen Nährstoffkreislauf.

 
19.05.2026

Holsteinkuh Idea überschreitet als 7. Kuh in Deutschland die 200.000 kg Milch-Marke

Auf dem Betrieb Berlin GbR in Boen im VOST-Zuchtgebiet hat die 17-jährige Holsteinkuh Idea kürzlich die Lebensleistungsmarke von 200.000 Litern Milch überschritten.

 
18.05.2026

Milkfluencer Campervantour 2026: Regionalität live erleben

Vom 6. bis 8. Mai ging es für Agrarbloggerinnen und Creator aus dem Food- und Lifestylebereich erneut auf Milkfluencer Campervantour – in diesem Jahr im Dreiländereck zwischen Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Pro Bundesland gaben zwei Höfe den 15 Teilnehmern umfassende Einblicke in ihre Arbeit – vom Melken am Morgen bis zum Verkauf der Produkte im Hofladen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekamen Einblick in sechs unterschiedliche Hofkonzepte – sowohl konventionell als auch biologisch bewirtschaftete Betriebe – und lernten die Familien hinter den Produkten kennen. Die Höfe hatten verschiedenste Modelle der Kälberaufzucht von der manuellen Aufzucht im Einzeliglu über muttergebundene Kälberaufzucht bis hin zur ammengebundenen Aufzucht. Einige Betriebe setzten verstärkt auf Direktvermarktung, beispielsweise über Hofläden, Marktverkauf oder die Gastronomie. Auch die bauernhofpädagogischen Angebote lernten die Teilnehmer der Milkfluencer Campervantour kennen.

 
18.05.2026

GAP und Wiederherstellungsverordnung sollten verzahnt werden

AgE - Der Wissenschaftliche Beirat für Biodiversität und Genetische Ressourcen (WBBGR) und der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) fordern eine enge Verknüpfung der künftigen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) mit der EU-Wiederherstellungsverordnung. In einem Gutachten kritisieren sie, dass die EU-Kommission künftig keine verbindlichen Finanzvorgaben für Umweltausgaben mehr vorsehen will. Für die freiwillige Umsetzung der Verordnung sei jedoch eine stabile Finanzierung nötig. Deshalb verlangen die Expertinnen und Experten ein verbindliches Mindestbudget für umweltbezogene Zahlungen in der GAP. Zudem sprechen sich die Räte für regional angepasste Förderungen, ergebnisorientierte Prämien und kooperative Ansätze aus, um Umwelt- und Klimaziele wirksam zu unterstützen. Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen könnten so den Erhalt und die Wiederherstellung von Lebensräumen fördern. WBBGR und SRU betonen außerdem die Bedeutung der biologischen Vielfalt für Landwirtschaft, Ernährungssicherung und wirtschaftliche Stabilität der Betriebe. Kritik an der Wiederherstellungsverordnung weisen sie zurück und bezeichnen sie als notwendige Antwort auf den anhaltenden Biodiversitätsverlust.