BRS News
Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsministerin Schmachtenberg stellt Ernährungssicherheit und Zukunftsfähigkeit der Betriebe in den Mittelpunkt
Beim Landesbauerntag hat Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsministerin Cornelia Schmachtenberg die Bedeutung leistungsfähiger landwirtschaftlicher Betriebe für die Ernährungssicherheit betont. Angesichts von Kriegen, gestörten Lieferketten und Klimarisiken brauche Schleswig-Holstein eine starke heimische Landwirtschaft und verlässliche Rahmenbedingungen. Schmachtenberg sprach sich für eine verlässliche und ausreichend ausgestattete Gemeinsame Agrarpolitik, eine angemessene Honorierung zusätzlicher Leistungen für Tierwohl, Klima- und Umweltschutz sowie für den Abbau unnötiger Bürokratie aus. Gemeinsam mit Landwirtschaftskammer und Bauernverband arbeitet das Land bereits an konkreten Entlastungen für die Betriebe. Auch die Tierhaltung sei ein wichtiger Bestandteil der heimischen Landwirtschaft: Rund 71 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe in Schleswig-Holstein halten Nutztiere. 2023 entfielen 52 Prozent des landwirtschaftlichen Produktionswerts auf tierische Erzeugnisse.
Europäisches Treffen der Tierzucht- und Besamungstechniker 2026 in NRW
Die Ständige Kommission der Europäischen Tierzucht- und Besamungstechniker hat sich in diesem Jahr im Kreis Soest (NRW) getroffen und über aktuelle Themen rund um die künstliche Besamung von Milch- und Fleischrindern ausgetauscht.
Ernährungssicherheit: Drei Anträge im Bundestagsausschuss abgelehnt
Der Ausschuss für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat hat drei Anträge zur Stärkung der Ernährungssicherheit in Deutschland abgelehnt. Zur Abstimmung standen zwei Anträge der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen sowie ein Antrag der AfD-Fraktion. Die Grünen forderten unter anderem eine stärkere ressortübergreifende Betrachtung der Ernährungssicherheit als Teil der Krisen- und Sicherheitspolitik. Im Mittelpunkt standen dabei eine krisenfeste Lebensmittelversorgung, klimaangepasste Landwirtschaft, Wassermanagement sowie die Entwicklung robuster und standortangepasster Sorten. Der AfD-Antrag zielte darauf ab, Ernährungssicherheit im Grundgesetz als Staatsziel zu verankern. Zudem sollten landwirtschaftliche Flächen und damit die heimischen Produktionsgrundlagen dauerhaft gesichert werden. Für die beiden Anträge der Grünen stimmten neben den Antragstellern die Abgeordneten der Linken. CDU/CSU, SPD und AfD lehnten sie ab. Der AfD-Antrag erhielt ausschließlich die Stimmen der eigenen Fraktion; CDU/CSU, SPD, Grüne und Linke stimmten dagegen. Damit fand keiner der drei Vorschläge im Ausschuss eine Mehrheit.
ISN fordert Risikoausgleichsrücklage anlässlich der Agrarministerkonferenz
Die ISN Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands e.V. fordert anlässlich der Agrarministerkonferenz eine schnelle Einführung der steuerfreien Risikoausgleichsrücklage und die dauerhafte Entfristung der Gewinnglättung. Die wirtschaftliche Lage vieler Schweinehalter sei angespannt: Sinkende Preise sowie hohe Produktions- und Energiekosten belasteten die Betriebe erheblich. Aktuell fehlten rund 55 Euro Erlös je Schwein. Die Betriebe brauchen jetzt finanzielle Luft zum Atmen
, betont ISN-Geschäftsführer Torsten Staack.
Trockensteherfütterung – einphasig oder zweiphasig?
Proteinmarkt - Die Gestaltung der Trockensteherfütterung hat einen entscheidenden Einfluss auf die Stoffwechselstabilität, die Futteraufnahme und den erfolgreichen Start in die Laktation. In vielen Milchviehbetrieben sind zweiphasige Konzepte mit einer energieärmeren Frühtrockensteher- und einer Vorberreiterration etabliert. Aus arbeitswirtschaftlichen Gründen setzen insbesondere kleinere Betriebe jedoch häufig auf einphasige Systeme. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob eine gezielte energetische Aufwertung der Ration in den letzten Wochen vor der Kalbung tatsächlich Vorteile hinsichtlich Futteraufnahme, Energiebilanz und Tiergesundheit bringt.
Anstieg der Wolfsrisse in Deutschland
Die Zahl der Wolfsrisse an Nutztieren hat in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren stark zugenommen. So stieg die Zahl der getöteten, verletzten und vermissten Tiere von 737 im Jahr 2015 auf 3.783 im Jahr 2025. Die überwiegende Mehrheit der Risse betraf Schafe (3.167), gefolgt von Gehegewild (303), Rindern (166), Ziegen (110) sowie anderen Tieren wie Pferden und Alpakas (37). Die meisten Nutztierrisse wurden in Niedersachsen verzeichnet, wo auch die meisten Wölfe ansässig sind. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Brandenburg und Sachsen. Aber auch das Saarland und die Stadtstaaten Bremen und Hamburg meldeten Wolfsrisse, obwohl dort noch keine dauerhaft lebenden Wölfe bekannt sind. Insgesamt wurden den Bundesländern im vergangenen Jahr 990 Wolfsübergriffe (teils mit mehreren gerissenen Tieren) gemeldet, 2015 waren es 199. Ein hundertprozentiger Schutz vor Wolfsrissen ist in der Weidetierhaltung nicht möglich, jedoch kann ein geeigneter wolfsabweisender Herdenschutzzaun Übergriffe reduzieren. Das Bundeszentrums für Landwirtschaft (BZL) hat zu dem Thema eine Grafik veröffentlicht.
Digitaler Datenaustausch: Zwischenbilanz zur Vernetzung in der Landwirtschaft
Mitte September 2026 zogen die elf vom BMLEH geförderten Verbundforschungsprojekte zur Verbesserung des digitalen Datenaustauschs in der Landwirtschaft in Bonn eine Zwischenbilanz. Im Fokus steht die bessere Vernetzung digitaler Systeme entlang der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette. Drei projektübergreifende Arbeitsgruppen entwickeln dazu Lösungen für Datenräume, Schnittstellen, Sensorik und praxisnahe Anwendungen. Erste Ergebnisse zeigen, wie Sensordaten künftig einfacher ausgetauscht und genutzt werden können. Damit sollen digitale Technologien schneller in die Praxis gelangen und Arbeitsabläufe effizienter und verlässlicher werden.
Rainer: Neustart mit der Türkei im Agrarhandel
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer reiste als erster deutscher Landwirtschaftsminister seit zehn Jahren in die Türkei. Im Mittelpunkt seines Antrittsbesuchs standen die Vertiefung der Zusammenarbeit im Agrar- und Lebensmittelsektor sowie der Ausbau der Handelsbeziehungen. In Ankara unterzeichneten Rainer und sein türkischer Amtskollege Ibrahim Yumakli eine gemeinsame Absichtserklärung. Rainer betonte, die Zusammenarbeit solle neuen Schub für deutsche Agrar- und Ernährungsexporte bringen. Geplant sind unter anderem ein Ausbau des Handels mit Gütern und Technik sowie eine stärkere Forschungskooperation.
Bauernhof-Erlebnispädagogik in NRW - LandWissen mit allen Sinnen erfahren
Einblicke in die vielseitigen Kursangebote der qualifizierten Bauernhofpädagoginnen und Bauernhofpädagogen bietet die neu aufgelegte Broschüre "Bauernhof-Erlebnispädagogik in NRW". 117 Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter präsentieren ihr Angebot und stellen ihren persönlichen Beitrag zum nachhaltigen Handeln vor.
KTBL Wirtschaftlichkeitsrechner Tier - inhaltlich und technisch weiterentwickelt
Der KTBL-Wirtschaftlichkeitsrechner Tier" vom Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e.V. unterstützt bei der Planung und Kalkulation konventioneller und ökologischer Produktionsverfahren in der Nutztierhaltung. Die kostenfreie Online-Anwendung eignet sich für die betriebliche Praxis ebenso wie für Ausbildung, Studium und wissenschaftliche Betrachtungen. Für zahlreiche Tierarten und Produktionsrichtungen wie Aufzucht und Mast lassen sich Produktionsverfahren individuell anpassen. Preise und Mengen können verändert und verschiedene Varianten kalkuliert werden. Der Rechner ermittelt unter anderem Leistungen, Direktkosten, Deckungsbeiträge, Arbeitszeitbedarf und Arbeitserledigungskosten. Ergänzend bietet die Anwendung Verlinkungen zur KTBL-Anwendung BauKost". Dort finden sich Informationen zu Stallgebäuden, Investitionsbedarf, Baukosten und Haltungsverfahren.

Bundesverband Rind und Schwein e.V.
Vereinigte Informationssysteme Tierhaltung w.V.