BRS News
Baden-Württemberg reagiert auf Futterknappheit: Hilfen für tierhaltende Betriebe
Die anhaltende Trockenheit sorgt in Baden-Württemberg für erhebliche Engpässe bei der Futterversorgung. Das Land reagiert mit verschiedenen Maßnahmen: Stillgelegte Flächen können unter bestimmten Voraussetzungen zur Futtergewinnung genutzt werden, zudem sind Futtermittelhilfen von bis zu fünf Millionen Euro vorgesehen. Auch für Öko-Betriebe wurden aufgrund der angespannten Lage Ausnahmen ermöglicht. Ministerin Marion Gentges MdL äußert sich im Rahmen einer Pressemeldung.
Shamonda-Virus breitet sich bei Rindern in Deutschland weiter aus
Das neu nach Europa eingeschleppte Shamonda-Virus breitet sich bei Rindern in Deutschland weiter aus. Nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) wurden inzwischen auch Infektionen in Rheinland-Pfalz und Hessen bestätigt. Erste Sequenzvergleiche deuten zudem darauf hin, dass es sich bei den Fällen in der Schweiz und Frankreich um das gleiche Virus handelt. Das FLI rechnet mit einer weiteren Ausbreitung und weiteren Fällen auch in anderen Bundesländern.
VEZG kündigt Preisempfehlungen für ITW-Schweine an
Mit dem geplanten Start des Marktmodells der Initiative Tierwohl (ITW) will die VEZG künftig gesonderte Preisempfehlungen für Zuschläge bei ITW-Ferkeln und ITW-Schlachtschweinen veröffentlichen. Damit sollen Markttransparenz geschaffen und zusätzliche Tierwohlleistungen der Schweinehalter verlässlich vergütet werden. Die VEZG fordert zugleich, die bestätigten Tierwohlzuschläge als verbindlichen Mindeststandard anzuerkennen.
Unternehmerinnentagung am 15. September: Frauen in der Landwirtschaft
Wie lassen sich landwirtschaftliche Betriebe und der Arbeitsalltag besser für Frauen gestalten? Die Unternehmerinnentagung Starke Frauen, starke Landwirtschaft
am 15. September 2026 in Verden widmet sich unter anderem den Themen Arbeitsorganisation, Vereinbarkeit von Familie und Betrieb sowie körperlichen Anforderungen und Care-Arbeit. Darüber hinaus bietet die Veranstaltung Raum für Information, Austausch und Vernetzung. LPD berichtet.
Wie kann die Schweinehaltung in Deutschland langfristig gesichert werden?
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer hat sich dazu mit Vertreterinnen und Vertretern der Branche ausgetauscht. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die aktuellen Herausforderungen der Schweinehaltung und die Frage, welche Rahmenbedingungen die Betriebe für eine verlässliche Zukunft benötigen. Das BMLEH berichtet.
Bundeskartellamt: Veröffentlichung aktueller Milchpreise wieder erlaubt
Das Bundeskartellamt will nicht länger gegen die Veröffentlichung aktueller, molkereibezogener Milchauszahlungspreise vorgehen. Damit können Fachmedien, Marktinformationsdienste und neutrale Marktberichterstatter die Preise wieder zeitnah unter Nennung der jeweiligen Molkerei veröffentlichen. Seit 2011 galten entsprechende Preisvergleiche als kartellrechtlich problematisch. Der Verband der Milcherzeuger Bayern begrüßt die neue Möglichkeit zur Marktinformation, weist aber zugleich darauf hin, dass für eine transparente Bewertung mehr als der aktuelle Milchpreis entscheidend ist.
Niedersachsen: In 10 Jahren Hälfte der schweinehaltenden Betriebe verloren
Niedersachsens Schweinehalter stehen weiterhin unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Trotz des jüngsten Anstiegs des Schweinepreises bleibt die Nachfrage nach deutschem Schweinefleisch schwach, während internationale Krisen und veränderte Handelsströme den Markt belasten. Das Landvolk Niedersachsen fordert daher schnelle Unterstützung für die Betriebe und warnt vor einem weiteren Verlust der heimischen Schweinehaltung. Der LPD berichtet.
Rabobank erwartet bis Ende 2026 eine Neuausrichtung des globalen Schweinefleischmarktes
Rabobank erwartet bis Ende 2026 eine Neuausrichtung des globalen Schweinefleischmarktes. Überangebot und schwache Nachfrage belasten derzeit die Preise, während sich die internationalen Handelsströme verschieben und das Produktionswachstum in der zweiten Jahreshälfte nachlassen dürfte.
Dänemarks geplante Agrarreformen könnten die europäische Schweineproduktion verändern
Dänemark plant umfassende Umwelt- und Tierwohlreformen in der Landwirtschaft. Die neuen Vorgaben könnten die Produktionsbedingungen für Schweinehalter deutlich verändern und sich über Dänemark hinaus auf den europäischen Schweinefleischmarkt und bestehende Handelsströme auswirken.
Futtermangel durch Trockenheit: Bayern schafft weitere Spielräume für die Futtergewinnung
Angesichts der anhaltenden Futterknappheit schafft Bayern weitere Möglichkeiten für landwirtschaftliche Betriebe, zusätzliche Flächen zur Futtergewinnung zu nutzen. So ist es beispielsweise möglich, freiwillige Brachen zur Futtergewinnung zu nutzen.
Das gilt auch für Flächen, die in bestimmte Öko-Regelungen, das Bayerische Kulturlandschaftsprogramm (KULAP) oder den Vertragsnaturschutz einbezogen sind. In diesen Fällen entfällt bei einer Nutzung zur Futtergewinnung allerdings die jeweilige Prämie. Beispiele hierfür sind freiwillige Brachen im Rahmen der Öko-Regelung 1a, Flächen der Vertragsnaturschutzmaßnahmen G12 und G13, Biodiversitätsstreifen der KULAP-Maßnahme K51 sowie Feldvogelinseln der KULAP-Maßnahme K60. Betriebe sollten vor der Nutzung entsprechender Förderflächen Kontakt mit ihrem zuständigen Landwirtschaftsamt aufnehmen.

20260817 PM Preisempfehlung ITW
Bundesverband Rind und Schwein e.V.
Vereinigte Informationssysteme Tierhaltung w.V.