BRS News

17.08.2021

Fleischproduktion im 1. Halbjahr 2021 um 1,7 % gegenüber Vorjahr gesunken

Im 1. Halbjahr 2021 wurden in den gewerblichen Schlachtbetrieben in Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen 28,3 Millionen Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde geschlachtet. Einschließlich des Geflügels erzeugten die Unternehmen aus den geschlachteten Tieren knapp 3,8 Millionen Tonnen Fleisch. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, sank die Fleischerzeugung damit gegenüber dem 1. Halbjahr 2020 um rund 1,7 % beziehungsweise 64 500 Tonnen.

 
16.08.2021

Gesunde Ernährung schützt nicht vor Krebs & Vegetarier sind depressiver als Fleischesser?

Ernährungswissenschaftliche Studien, deren Ergebnisse nicht so ganz ins aktuell 'politisch korrekte Welt- und Denkbild' passen, finden in vielen Medien oft nicht statt – auch wenn sie datentechnisch metamäßig überzeugen, glaubt der Ernährungswissenschaftler Uwe Knop. Was ist dran an der Behauptung, dass gesunde Ernährung vor Krebs schützt und Vegetarismus Seele & Psyche stärken soll? Nichts, glaubt man dem Ernährungswissenschaftler. Er verweist auf zwei aktuelle Publikationen.

Im Zuge der aktuellen Diskussion stellen die Uni-Wissenschaftler fest, dass es wahrscheinlich nicht so ist, dass die vegetarische Ernährung Depressionen verursacht, sondern dass im zeitlichen Ablauf oft erst eine depressive Stimmung auftritt und dann eine Ernährungsumstellung erfolgt. Könnte sein. Könnte aber auch anders herum sein.

 
16.08.2021

Maisanbau nachhaltiger gestalten

Die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe (FNR) fördert das Projekt Sensor- und modellgestützte Quantifizierung von N-Bedarf und N-Angebot zur Steigerung der N-Effizienz im Maisanbau (NEffMais) mit 1,2 Millionen Euro. Ziel des im April 2021 gestarteten Projektes ist es, der Praxis eine bessere Abschätzung des Stickstoffbedarfes von Mais und des Stickstoffangebotes im Boden an die Hand geben zu können. Die Projektkoordination unterliegt der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und wird in Kooperation mit der Universität Göttingen und dem Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen durchgeführt.

 
16.08.2021

Westfleisch verlagert Schlachtung von Gelsenkirchen auf andere Standorte

Westfleisch verlagert Anfang Oktober 2021 seine Schweineschlachtung aus Gelsenkirchen auf seine Betriebe in Hamm, Oer-Erkenschwick und Coesfeld. 2020 hatte der nordwestdeutsche Fleischvermarkter in Gelsenkirchen knapp 970.000 Schweine geschlachtet – über alle Standorte hinweg rund 7,5 Millionen. Ziel ist es, vor allem unseren nun reinen Schweineschlachtbetrieb in Hamm möglichst voll im Zweischichtbetrieb auszulasten, erklärt Carsten Schruck, Finanzvorstand der Westfleisch SCE. Insgesamt bleibt die Gesamtschlachtkapazität der Westfleisch-Gruppe nahezu unverändert. Auch für die Beschäftigten ändert sich nur der Einsatzort: Unsere knapp 140 Mitarbeiter in Gelsenkirchen erhalten allesamt ein Arbeitsplatzangebot innerhalb unserer Unternehmensgruppe, sagt Schruck. Über die künftige Nutzung des Betriebes in Gelsenkirchen ist derweil noch keine abschließende Entscheidung getroffen worden.

 
16.08.2021

Neues BZL-Video "Wie füttern Sie Ihre Milchkühe, Herr Welsch?"

In einem neuen Video des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) aus der Reihe Landwirtschaft für Anfänger erläutert Landwirt Florian Welsch, wie er seine Milchkühe füttert. Die Kühe erhalten rohfaserreiches Grundfutter und energiereiches Kraftfutter, das er größtenteils auf dem eigenen Betrieb erzeugt. Zugekauft werden vor allem die Eiweißkomponenten für die Fütterung der Kühe. Hier bevorzugt Welsch regionale Produkte, wie sie zum Beispiel von Brauereien in der Umgebung angeboten werden.

 
16.08.2021

EU-Bericht über Biodiversität und "Farm to Fork" ist unzulänglich

COPA-COGECA, der Dachverband der EU-Landwirte und -Genossenschaften, kritisiert einen vom Joint Research Center der EU-Kommission jüngst veröffentlichten Bericht zu den Auswirkungen der Biodiversitäts- und der Farm to Fork-Strategie. Der Report werden den Anforderungen an eine sozio-ökonomische Folgenabschätzung in keiner Weiser gerecht, moniert die Organisation. Das gewählte Modell sei nicht geeignet, um die komplexen Auswirkungen der Farm to Fork-Strategie annähernd objektiv zu bewerten. Diese Strategien werden jedenfalls eine beispiellose Verringerung der Produktion in der EU und der Einkommen der Landwirte zur Folge haben. Zudem wird der größte Teil der durch diese Strategien eingesparten Treibhausgasemissionen aus der EU-Landwirtschaft durch ein Nachhaltigkeitsleck in Drittländern aufgrund dieses Produktionsausfalls zunichte gemacht, heißt es in der Pressemeldung.

 
16.08.2021

Podcast Netzwerk Fokus Tierwohl Experten und Praktiker aus dem Netzwerk Fokus Tierwohl berichten zu aktuellen Tierwohl-Themen

Sommerliche Hitze macht Rindern, vor allem den Milchkühen mit ihren hohen Leistungen, sehr zu schaffen. Klettern die Temperaturen in Kombination mit der Luftfeuchte nach oben, können sie ab einem bestimmten Punkt ihren Wärmeüberschuss nicht mehr loswerden – es sei denn, der Mensch greift regulierend ein. Dass ein rechtzeitiges und wirksames Eingreifen eine Entlastung für die Tiere darstellt und damit auch einer Tierwohlmaßnahme gleichkommt, zeigen zahlreiche Untersuchungen auf.

Woran ist Hitzestress bei Rindern zu erkennen? Kann man Hitzestress messen? Mit welchen Maßnahmen im Stall und auf der Weide kann dem Hitzestress entgegen gewirkt werden?

Zur Beantwortung dieser Fragen haben sich Susanne Gäckler von der DLG und Dr. Christian Lambertz vom FiBL, beide tätig als Fachreferenten für das Netzwerk Fokus Tierwohl, zwei Experten eingeladen. Mit Olaf Tober von der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern und Johannes Zahner von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft beleuchten sie im ersten Podcast des Netzwerks Fokus Tierwohl den Umgang mit Hitzestress bei Rindern von allen Seiten. Am Ende wagen die beiden Experten sogar noch einen Blick in die Zukunft: Wie werden sich die Ställe verändern müssen, um die Auswirkungen immer längerer und intensiverer Hitzeperioden im Rahmen zu halten?

 
13.08.2021

EU plant Gesetzesänderung zum Nachteil der Tiere: Petition jetzt unterschreiben

Gerade wird die Ausgestaltung der neuen EU-Tierarzneimittelverordnung, die im Januar in Kraft tritt, verhandelt. Beim derzeitigen Stand kann es euch passieren, dass eurem Tier im Notfall nicht mehr geholfen werden kann, wenn es beispielsweise unter einer akuten Gebärmutterentzündung, Rippenfellentzündung, einer schweren Hauterkrankung oder unter Anaplasmose leidet. Nach aktuellem Stand ist dann für euren Hund, eure Katze oder euer Pferd kein Antibiotikum mehr zugänglich, warnt der Tierschutzverein Europa.

Deshalb hat der Tierärzteverband soeben eine Petition gestartet.

 
13.08.2021

LAVES: Beschäftigungsmaterial für Schweine

Gemäß der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung (TierSchNutztV) muss jedes Schwein jederzeit Zugang zu gesundheitlich unbedenklichem und in ausreichender Menge vorhandenem organischen* und faserreichen* Beschäftigungsmaterial haben, das a) das Schwein untersuchen und bewegen kann und b) vom Schwein veränderbar ist und damit seinem Erkundungsverhalten dient. Das Nds. Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit hat dazu jetzt erläuternde Informationen veröffentlicht.

 
13.08.2021

Petition: ASP gefährdet Tierhalter und das Tierwohl

Schweinehalter machen sich Sorgen wegen der Afrikanischen Schweinepest. Die für die Tiere hochansteckende Tierkrankheit zwingt Schweinehalter nicht nur zur Betriebsaufgabe, sie führt auch dazu, dass wegen eines Aufstallungsgebotes tierfreundliche Außenklimaställe nicht mehr gebaut werden können. Selbst nicht direkt von der Seuche betroffene Schweinehalter, die in den Schutzzonen liegen, können ihre Schweine nicht mehr vermarkten. Es kommt zum Schweinestau in den Ställen und das ist ein Risiko für das Tierwohl. Die Initiative Schwein (ISD) möchte mit einer Petition erreichen, dass Pläne zur Beseitigung der Seuche endlich konsequent umgesetzt werden.