BRS News
„Lebendige Agrarlandschaften – Landwirte gestalten Vielfalt“
Das VerbundprojektLebendige Agrarlandschaften – Landwirte gestalten Vielfaltpräsentiert sich mit einem Landschaftsmodell seiner Modellregionen auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin.
Das Projekt zeigt, wie die Vielfalt heimischer Tier- und Pflanzenarten in den Agrarlandschaften erhalten und gefördert werden kann. Im Sinne des kooperativen Naturschutzes werden mit Landwirtinnen und Landwirten sowie Winzerinnen und Winzern praxistaugliche und ökonomisch tragfähige Lösungsansätze zur Förderung der Biodiversität und zur Sicherung von Ökosystemleistungen erprobt. Sicherung von Ökosystemleistungen erprobt, erklärte Eberhard Hartelt, Umweltbeauftragter des Deutschen Bauernverbandes
DLG veröffentlicht zehn Thesen zur Weiterentwicklung der Landwirtschaft bis 2030
(DLG). Die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) hat mit Blick auf die Weiterentwicklung der Landwirtschaft bis zum Jahr 2030 zehn Thesen veröffentlicht.Die Landwirtschaft hat immer wieder bewiesen, dass sie in der Lage ist, sich den großen Herausforderungen der Branche erfolgreich zu stellen. Das wird auch in Zukunft so sein. Eine Branche, die sich nicht mehr selbst kritisieren kann, ist nicht zukunftsfähig. Deshalb muss die Landwirtschaft nach einer ehrlichen Bestandsaufnahme neue Wege beschreiten.Dies erklärte der Präsident der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) Carl-Albrecht Bartmer zur Veröffentlichung der zehn Thesen.
Steuer auf Pflanzenschutzmittel: kostet viel - nutzt wenig
Eine Sondersteuer auf Pflanzenschutzmittel könnte Ackerbaubetriebe in einigen Regionen an den Rand des Ruins treiben und damit das Höfesterben in Deutschland beschleunigen; ein veränderter Einsatz von Pflanzenschutzmitteln dagegen wäre von der Steuer kaum zu erwarten. Sie würde lediglich die Agrarproduktion in Deutschland verteuern, aber kaum ökonomische Anreize setzen, um die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln einzuschränken.
Das ist das vorläufige Fazit von Professor Oliver Mußhoff, der vom Industrieverband Agrar e. V. (IVA) mit einer wissenschaftlichen Bewertung der Studie von Möckel et al. Einführung einer Abgabe auf Pflanzenschutzmittel in Deutschland
(Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ Leipzig) beauftragt wurde.
NDR zu Besuch bei Schweinehaltern: Bio oder nicht?
Glaubt man verschiedenen Studien oder den Initiatoren von Markenfleisch bzw. Tierwohllabeln, wollen immer mehr Verbraucher wissen, wo ihr Fleisch herkommt. Das ist ihr gutes Recht. Mit Labeln soll Verbrauchern Transparenz gewährt werden. Zur Grünen Woche gehen gleich drei neue Tierwohllabel an den Start - und konterkarieren diese Forderung. Dazu kommt eine Forderung nach einer Haltungskennzeichnung in Anlehnung an die Eierkennzeichnung. Diese Labelvielfalt wird vermutlich kaum zur Transparenz beitragen. Hinzu kommt, dass Verbraucher zwar gerne Fleisch verzehren, für mehr Tierwohl aber selten mehr bezahlen wollen. Man spricht von Moralparadoxon.Frau Plaß, NDR, hat im Vorfeld der Grünen Woche, wo alle
neuenAnsätze vorgestellt und diskutiert werden sollen, zwei Schweinehalter aufgesucht. Einer produziert nach Bio-Standard, der andere nimmt an der Initiative Tierwohl teil.
Anm. d. Red.: Bei allen Güte- und Markensiegel der letzten 20 Jahre, ist es bisher nur der
Initiative Tierwohlgelungen, viele Bauern und Tiere unter einem Siegel zu bündeln. Aber auch nur, weil die Landwirte ihre Investitionen refinanziert bekommen. Verdienen tun sie an der Teilnahme nichts.
Wer sich tiefer mit der Materie beschäftigen möchte, findet im Shop der I.M.A. eine CD mit Lernmaterial, in dem Vor- und Nachteile der im NDR-Film dargestellten Haltungsformen übersichtlich dargestellt werden.
Grüne Woche 2017: Programm für Schulkinder
Die bedeutendste Leistungsschau der Agrar- und Ernährungsbranche ist die Internationale Grüne Woche in Berlin. Vom 20. bis 29. Januar 2017 findet sie bereits zum 82. Mal statt. Und der i.m.a-Wissenshof wieder mit dabei, um Landwirtschaft begreifbar machen.
An sechs Stationen können sich Schulklassen ihr Frühstück selbst zusammenzustellen. Mit zahlreichen Partnern werden Haferflocken, Milch und Honig fürs Müsli angeboten, für das Brot gibt‘s Butter, Honig oder Wurst, außerdem Eier und Äpfel. An jeder Station erfahren die Schüler außerdem, wo ihre Lebensmittel herkommen und wie sie entstehen.
Nicht nur zum Frühstück: Wir machen Futter, damit unsere Tiere den ganzen Tag passgenau versorgt sind
Freier Zugang zu Futter und Wasser und ein individueller Speiseplan, durch den es an nichts mangelt, der aber auch kein Übergewicht zulässt – was sich für uns Menschen fast wie eine Traumwelt anhört, ist bei unseren Nutztieren wie Kuh, Schwein oder Huhn gängige Praxis – nicht nur zum Frühstück. Sie bekommen typ- und passgenau ihr Menü
bereitet und werden so den ganzen Tag rundum bestens versorgt. Und so mancher Ernährungstrend auf unseren Tischen ist schon lange im vielfältigen Angebot der Tiernahrungspalette enthalten. Wie das geht und was sich eigentlich im Futter an Rohwaren befindet, zeigt der Deutsche
Verband Tiernahrung e. V. (DVT) auf dem ErlebnisBauernhof der Internationalen Grünen Woche vom 20. bis 29. Januar 2017 in Berlin in der Halle 3.2.
Rukwied: Landwirtschaft stellt sich neuen Herausforderungen. Positionspapier „Veränderung gestalten“ vorgestellt
(DBV) Landwirtschaft entwickelt und verändert sich. Veränderungsbereitschaft und Weiterentwicklung sind fester Bestandteil unseres Leitbildes. Das bezieht sich nicht nur auf die Nutzung des technischen und züchterischen Fortschritts, sondern auch auf gewandelte Anforderungen von Gesellschaft und Verbrauchern.
Dies betonte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, anlässlich der Pressekonferenz zur Eröffnung der Internationalen Grünen Woche 2017 in Berlin. Rukwied stellte das Positionspapier des DBV mit dem Titel Veränderung gestalten
vor, in dem die Leistungen der Landwirtschaft und eine Agenda für anstehende Veränderungen, die der Berufsstand angehen will, dargestellt werden. Seit dem Bauerntag 2015 haben wir uns intensiv mit Herausforderungen und Lösungen befasst. Das ist das Ergebnis dieser Diskussion
, beschreibt Rukwied den Werdegang des Papiers. Wir Landwirte wollen diese Veränderungen angehen. Dafür müssen an einigen Stellen noch die Voraussetzungen geschaffen werden; auch das ist in dem Papier klar benannt.
Grünes Licht für Handelsabkommen
hib - Der Entwicklungsausschuss hat grünes Licht für das Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (WPA) zwischen der Europäischen Union und den Mitgliedern des Karibischen Forums Afrikanischer, Karibischer und Pazifischer Staaten (CARIFORUM) gegeben. Mit den Stimmen der Koalition stimmte der Ausschuss dem von der Bundesregierung vorgelegten Entwurf eines Vertragsgesetzes (18/8297) zu, das für die Ratifikation des Abkommens erforderlich ist. Bündnis 90/Die Grünen enthielten sich der Stimme, die Linksfraktion lehnte die Vorlage ab.
Für die Staaten des CARIFORUM ist die EU der zweitwichtigste Handelspartner weltweit.
Guten Morgen, Berlin! Der ErlebnisBauernhof zum Frühstück auf der Grünen Woche 2017
Forum - In zwei Tagen startet die Internationale Grüne Woche. Im Zentrum: der ErlebnisBauernhof in Halle 3.2 der Messe Berlin (und digital auf moderne-landwirtschaft.de). Die interaktive Schau mit Live-Bühnenprogramm präsentiert den Besuchern vom 20. bis 29. Januar 2017 moderne Landwirtschaft zum Anfassen und Entdecken. Sie ist vor allem ein Angebot an Städter, authentische Einblicke in die praktische Arbeit von Landwirten zu nehmen.Thema dieses Jahr: Die erste und für viele Deutsche wichtigste Mahlzeit des Tages: das Frühstück. Der Besuch des ErlebnisBauernhofs ist ein Streifzug durch spannende Produktionsbereiche, mit denen die Verbraucher jeden Morgen in Berührung kommen: Brot und Getreide – Milch, Käse und Co. – Wurst, Fleisch und Ei – Zucker, Mais und Raps – Naturhaushalt – Gesellschaft und Sicherheit – Generation Zukunft.
Teilweise realitätsfremde Forderungen für die Landwirtschaft
hib - Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen will überholten Konzepten
in der Landwirtschaftspolitik ein Ende bereiten. In einem Antrag mit dem Titel Landwirtschaft braucht Zukunft
(18/10872) fordern die Abgeordneten, den maximalen Satz von 15 Prozent von EU-Geldern für eine tiergerechte Haltung, mehr Ökolandbau, Umwelt-, Natur- und Klimaschutz sowie regionale Vermarktung umzuschichten. Des Weiteren fordern die Abgeordneten unter anderem die Einführung einer Tierhaltungskennzeichnung entsprechend der erfolgreichen Eierkennzeichnung
. Auf Fleisch und Milch soll erkennbar werden, unter welchen Bedingungen die Tiere gehalten wurden. Verbrauchertäuschende Werbung und Produktaufmachung, die Bauernhof-Idylle vorgaukelt, wo industrielle Massentierhaltung drinsteckt, muss wirkungsvoll unterbunden werden.
Anm. d. Red.: Die überholten
Konzepte sind das Ergebnis einer Politik, die in den vergangenen Jahren auf Wettbewerb gesetzt haben, und Marktbeeinflussende Maßnahmen wie Quoten und Exportsubventionen abgeschafft haben. Die Folge war ein Wachsen der Betriebe und ein enormer Strukturwandel, der durch nationale und europäische Regelungen weit über Weltmarktniveau diesen Wandel noch forciert hat. Wer glaubt, diese Weichen umstellen zu können, der irrt und weckt Hoffnungen, wo keine Hoffnung besteht. Leider! Die Forderung nach einer Kennzeichnung entsprechend der Eierkennzeichnung widerspricht nicht nur den Empfehlungen von Sachverständigen, sondern ist das Gegenteil von Klarheit und Transparenz. Auch die Polarisierung zu Lasten großer Betriebe, die Dank politischer Forderungen wachsen mussten, um Kosten aufzufangen, trägt nicht zur Glaubwürdigkeit der Forderungen bei. Zumal längst wissenschaftlich nachgewiesen ist, dass die Bestandsgröße nicht negativ mit Tierschutz korreliert. Was Landwirte jetzt brauchen sind Signale in langfristige Planungssicherheit und auskömmliche Preise. Denn eins ist absolut richtig: Tierschutz kostet Geld, viel Geld.

Bundesverband Rind und Schwein e.V.
Vereinigte Informationssysteme Tierhaltung w.V.