BRS News

20.01.2017

Bundeszentrum für Ernährung geht an den Start

aid - Essen ist ein sehr wichtiges, viel diskutiertes und hoch emotionales Thema unserer Zeit. Immer mehr Menschen wünschen sich klare und neutrale Informationen. Genau das ist der Grund dafür, in Deutschland eine zentrale Einrichtung für Ernährungskommunikation zu schaffen. Am 1. Februar 2017 ist es soweit, dann erfolgt der Startschuss für das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE).Diese neue Anlaufstelle für Ernährungsfragen wird eingerichtet vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Sie informiert kompetent rund ums Essen und Trinken. Neutral, wissenschaftlich fundiert und vor allem ganz nah am Alltag der Verbraucherinnen und Verbraucher.

Anm. d. Red.: Früher ass man, um satt zu werden, heute macht man eine Wissenschaft daraus. Wer Hunger hat, hat ein Problem. Wer satt ist, hat viele. Den Anspruch, den das neue Bundeszentrum an sich selber stellt, ist hoch: Es will neutral und wissenschaftlich fundiert informieren. Das ist nirgends schwieriger, als bei der Ernährung.
 
20.01.2017

Warum mögen Medien die Landwirtschaft nicht

Im Blog Gruuna.com hat der freie Journalist Michi Jo Standl vor nicht ganz einem Jahr die Frage gestellt, warum Medien die Landwirtschaft nicht mögen.Die Ursache sei lapidar, stellte der Journalist in seiner Analyse damal fest. Es gehe einzig um das Geschäft. Belegen konnte Standl die These nicht und er stellte daher zu seinem eigenen Artikel klar: Dieser Artikel strotzt vor Klischees, Verurteilungen und Pauschalisierungen. Ich habe ihn einfach geschrieben.

Tatsache aber ist eine immer kritischere Berichterstattung über Lebensmittelthemen. Die Kommunikationsberatung Engel & Zimmermann hat dazu im Jahr 2015 rd. 516 Fernsehbeiträge ausgewertet und stellte in einer Pressemeldung Anfang 2016 fest, dass jeder sechste Beitrag die Fleischbranche fokussiert. Im Blog Gruuna liest sich das etwas anders, was der Grundaussage keinen Abbruch tut, weil eine Studie des Potsdamer GöfaK-Instituts zu einem ähnlichen Ergebnis kommt. Deutliche Unterschiede fallen dagegen bei der Berichterstattung über den ökologischer Landbau und über Biolebensmittel auf. Belegt ist das aber nur für Amerika. Auch aktuell, im Vorfeld der Grünen Woche, wird wieder viel über die Rolle der Medien diskutiert. Im Zusammenhang mit einem Spiegel-Artikel spricht der Bauernverband Schleswig-Holstein auf seiner Facebookseite von Rudeljournalismus.
 
19.01.2017

„Lebendige Agrarlandschaften – Landwirte gestalten Vielfalt“

Das Verbundprojekt Lebendige Agrarlandschaften – Landwirte gestalten Vielfalt präsentiert sich mit einem Landschaftsmodell seiner Modellregionen auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Das Projekt zeigt, wie die Vielfalt heimischer Tier- und Pflanzenarten in den Agrarlandschaften erhalten und gefördert werden kann. Im Sinne des kooperativen Naturschutzes werden mit Landwirtinnen und Landwirten sowie Winzerinnen und Winzern praxistaugliche und ökonomisch tragfähige Lösungsansätze zur Förderung der Biodiversität und zur Sicherung von Ökosystemleistungen erprobt. Sicherung von Ökosystemleistungen erprobt, erklärte Eberhard Hartelt, Umweltbeauftragter des Deutschen Bauernverbandes
 
19.01.2017

DLG veröffentlicht zehn Thesen zur Weiterentwicklung der Landwirtschaft bis 2030

(DLG). Die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) hat mit Blick auf die Weiterentwicklung der Landwirtschaft bis zum Jahr 2030 zehn Thesen veröffentlicht. Die Landwirtschaft hat immer wieder bewiesen, dass sie in der Lage ist, sich den großen Herausforderungen der Branche erfolgreich zu stellen. Das wird auch in Zukunft so sein. Eine Branche, die sich nicht mehr selbst kritisieren kann, ist nicht zukunftsfähig. Deshalb muss die Landwirtschaft nach einer ehrlichen Bestandsaufnahme neue Wege beschreiten. Dies erklärte der Präsident der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) Carl-Albrecht Bartmer zur Veröffentlichung der zehn Thesen.
 
19.01.2017

Steuer auf Pflanzenschutzmittel: kostet viel - nutzt wenig

Eine Sondersteuer auf Pflanzenschutzmittel könnte Ackerbaubetriebe in einigen Regionen an den Rand des Ruins treiben und damit das Höfesterben in Deutschland beschleunigen; ein veränderter Einsatz von Pflanzenschutzmitteln dagegen wäre von der Steuer kaum zu erwarten. Sie würde lediglich die Agrarproduktion in Deutschland verteuern, aber kaum ökonomische Anreize setzen, um die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln einzuschränken.
Das ist das vorläufige Fazit von Professor Oliver Mußhoff, der vom Industrieverband Agrar e. V. (IVA) mit einer wissenschaftlichen Bewertung der Studie von Möckel et al. Einführung einer Abgabe auf Pflanzenschutzmittel in Deutschland (Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ Leipzig) beauftragt wurde.

 
19.01.2017

NDR zu Besuch bei Schweinehaltern: Bio oder nicht?

Glaubt man verschiedenen Studien oder den Initiatoren von Markenfleisch bzw. Tierwohllabeln, wollen immer mehr Verbraucher wissen, wo ihr Fleisch herkommt. Das ist ihr gutes Recht. Mit Labeln soll Verbrauchern Transparenz gewährt werden. Zur Grünen Woche gehen gleich drei neue Tierwohllabel an den Start - und konterkarieren diese Forderung. Dazu kommt eine Forderung nach einer Haltungskennzeichnung in Anlehnung an die Eierkennzeichnung. Diese Labelvielfalt wird vermutlich kaum zur Transparenz beitragen. Hinzu kommt, dass Verbraucher zwar gerne Fleisch verzehren, für mehr Tierwohl aber selten mehr bezahlen wollen. Man spricht von Moralparadoxon.
Frau Plaß, NDR, hat im Vorfeld der Grünen Woche, wo alle neuen Ansätze vorgestellt und diskutiert werden sollen, zwei Schweinehalter aufgesucht. Einer produziert nach Bio-Standard, der andere nimmt an der Initiative Tierwohl teil.

Anm. d. Red.: Bei allen Güte- und Markensiegel der letzten 20 Jahre, ist es bisher nur der Initiative Tierwohl gelungen, viele Bauern und Tiere unter einem Siegel zu bündeln. Aber auch nur, weil die Landwirte ihre Investitionen refinanziert bekommen. Verdienen tun sie an der Teilnahme nichts.
Wer sich tiefer mit der Materie beschäftigen möchte, findet im Shop der I.M.A. eine CD mit Lernmaterial, in dem Vor- und Nachteile der im NDR-Film dargestellten Haltungsformen übersichtlich dargestellt werden.
 
18.01.2017

Grüne Woche 2017: Programm für Schulkinder

Die bedeutendste Leistungsschau der Agrar- und Ernährungsbranche ist die Internationale Grüne Woche in Berlin. Vom 20. bis 29. Januar 2017 findet sie bereits zum 82. Mal statt. Und der i.m.a-Wissenshof wieder mit dabei, um Landwirtschaft begreifbar machen.
An sechs Stationen können sich Schulklassen ihr Frühstück selbst zusammenzustellen. Mit zahlreichen Partnern werden Haferflocken, Milch und Honig fürs Müsli angeboten, für das Brot gibt‘s Butter, Honig oder Wurst, außerdem Eier und Äpfel. An jeder Station erfahren die Schüler außerdem, wo ihre Lebensmittel herkommen und wie sie entstehen.

 
18.01.2017

Nicht nur zum Frühstück: Wir machen Futter, damit unsere Tiere den ganzen Tag passgenau versorgt sind

Freier Zugang zu Futter und Wasser und ein individueller Speiseplan, durch den es an nichts mangelt, der aber auch kein Übergewicht zulässt – was sich für uns Menschen fast wie eine Traumwelt anhört, ist bei unseren Nutztieren wie Kuh, Schwein oder Huhn gängige Praxis – nicht nur zum Frühstück. Sie bekommen typ- und passgenau ihr Menü bereitet und werden so den ganzen Tag rundum bestens versorgt. Und so mancher Ernährungstrend auf unseren Tischen ist schon lange im vielfältigen Angebot der Tiernahrungspalette enthalten. Wie das geht und was sich eigentlich im Futter an Rohwaren befindet, zeigt der Deutsche
Verband Tiernahrung e. V. (DVT) auf dem ErlebnisBauernhof der Internationalen Grünen Woche vom 20. bis 29. Januar 2017 in Berlin in der Halle 3.2.

 
18.01.2017

Rukwied: Landwirtschaft stellt sich neuen Herausforderungen. Positionspapier „Veränderung gestalten“ vorgestellt

(DBV) Landwirtschaft entwickelt und verändert sich. Veränderungsbereitschaft und Weiterentwicklung sind fester Bestandteil unseres Leitbildes. Das bezieht sich nicht nur auf die Nutzung des technischen und züchterischen Fortschritts, sondern auch auf gewandelte Anforderungen von Gesellschaft und Verbrauchern. Dies betonte der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, anlässlich der Pressekonferenz zur Eröffnung der Internationalen Grünen Woche 2017 in Berlin. Rukwied stellte das Positionspapier des DBV mit dem Titel Veränderung gestalten vor, in dem die Leistungen der Landwirtschaft und eine Agenda für anstehende Veränderungen, die der Berufsstand angehen will, dargestellt werden. Seit dem Bauerntag 2015 haben wir uns intensiv mit Herausforderungen und Lösungen befasst. Das ist das Ergebnis dieser Diskussion, beschreibt Rukwied den Werdegang des Papiers. Wir Landwirte wollen diese Veränderungen angehen. Dafür müssen an einigen Stellen noch die Voraussetzungen geschaffen werden; auch das ist in dem Papier klar benannt.

 
18.01.2017

Grünes Licht für Handelsabkommen

hib - Der Entwicklungsausschuss hat grünes Licht für das Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (WPA) zwischen der Europäischen Union und den Mitgliedern des Karibischen Forums Afrikanischer, Karibischer und Pazifischer Staaten (CARIFORUM) gegeben. Mit den Stimmen der Koalition stimmte der Ausschuss dem von der Bundesregierung vorgelegten Entwurf eines Vertragsgesetzes (18/8297) zu, das für die Ratifikation des Abkommens erforderlich ist. Bündnis 90/Die Grünen enthielten sich der Stimme, die Linksfraktion lehnte die Vorlage ab.
Für die Staaten des CARIFORUM ist die EU der zweitwichtigste Handelspartner weltweit.