Delegationsreise nach Japan und China gestartet: Marktzugang, Tiergesundheit und Handelsbeziehungen im Fokus
Mit der Begrüßung der Wirtschaftsdelegation durch Bundesminister Alois Rainer ist die Delegationsreise nach Japan und China gestartet. Für den Bundesverband Rind und Schwein e.V. (BRS) nimmt Simone Fuchs an den Gesprächen und Fachterminen vor Ort teil.
Bereits am ersten Tag standen Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft, Importverbänden sowie der Auslandshandelskammer (AHK) Japan auf dem Programm. Dabei wurde deutlich, welche Bedeutung Japan als Absatzmarkt für hochwertige Agrar- und Lebensmittelprodukte besitzt.
Deutsche Produkte genießen in Japan einen ausgezeichneten Ruf. Ausschlaggebend sind insbesondere die hohen Qualitätsstandards, die mit den Anforderungen japanischer Verbraucher und Unternehmen vergleichbar sind. Gleichzeitig gelten in Japan strenge Vorgaben für den Import von Lebensmitteln und Agrarprodukten.
Ein wichtiges Thema der Gespräche war die Afrikanische Schweinepest (ASP). Vertreter der deutschen Fleischwirtschaft berichteten über die Auswirkungen der bestehenden Importbeschränkungen auf den Handel mit Schweinefleisch. Zugleich wurde deutlich, dass die aktuelle Marktsituation Chancen für neue Gespräche über Regionalisierungsansätze eröffnen könnte. Hintergrund sind unter anderem Angebotsengpässe auf dem japanischen Markt infolge von Importbeschränkungen für Schweinefleisch aus mehreren Herkunftsländern.
Auch Fragen des Marktzugangs für deutsche Zuchtprodukte standen im Fokus. Der BRS setzt sich im Rahmen der Reise für verbesserte Rahmenbedingungen im internationalen Handel sowie für die Wiederaufnahme von Exportmöglichkeiten für deutschen Rindersamen ein.
Im Austausch mit der AHK Japan und Vertretern von Importunternehmen wurde deutlich, dass erfolgreiche Geschäftsbeziehungen in Japan häufig über etablierte Importpartner aufgebaut werden. Neben der Produktqualität spielen Vertrauen, langfristige Partnerschaften und die Erfüllung hoher Anforderungen an Verpackung, Kennzeichnung und Produktsicherheit eine wichtige Rolle.
Welchen Stellenwert der Tierseuchenschutz in Japan besitzt, zeigte sich bereits bei der Einreise: Speziell ausgebildete Spürhunde kontrollieren an Flughäfen das Gepäck von Reisenden auf mitgebrachte Lebensmittel. Damit sollen Risiken für die heimische Tierhaltung durch Tierseuchen wie die Afrikanische Schweinepest minimiert werden.



Bundesverband Rind und Schwein e.V.
Vereinigte Informationssysteme Tierhaltung w.V.