BRS News Rind

05.10.2026

Auszeichnung für den Mut zum Dialog: „Point of Kuh“ erhält Siegel für vorbildliche Kommunikation

Die Universität Hohenheim ist für ihr Wissenschaftskommunikationsprojekt Point of Kuh mit dem Siegel Vorbildliche Kommunikation tierexperimenteller Forschung der Initiative Tierversuche verstehen ausgezeichnet worden. Point of Kuh steht für einen offenen und dialogorientierten Ansatz der Wissenschaftskommunikation. Ausgangspunkt war die teils irritierende Fotoserie Milch-Matrix des Fotografen Nikita Teryoshin über Milchproduktion, Milchwirtschaft und Nutztierhaltung. Die Fotografien wurden durch persönliche Statements von mehr als 50 Mitgliedern der Universität Hohenheim ergänzt. So entstand ein Dialog zwischen Wissenschaft, landwirtschaftlicher Praxis, Gesellschaft und Kunst – mit unterschiedlichen, teils widersprüchlichen Perspektiven. Point of Kuh öffnete bewusst Räume für Fragen und Diskussionen, anstatt komplexe Themen ausschließlich zu erklären. Dass das Projekt nun bereits zum dritten Mal ausgezeichnet wurde, unterstreicht die Bedeutung dieses Ansatzes.

 
05.10.2026

FAO/IDF: One Health – Bedeutung für die Milchwirtschaft

VDM - Die Food and Agriculture Organization (FAO) veranstaltete am 21. September 2026 in Rom die Global Conference for Actions on One Health in Agrifood Systems mit Beteiligung des IDF-Präsidenten Gilles Froment und des IDF-Wissenschaftlers Daniel Núñez Díaz. Der One-Health-Ansatz verbindet die Bereiche Tiergesundheit, Lebensmittelsicherheit, Ernährung, Umweltschutz und öffentliche Gesundheit miteinander. Für die deutsche Milchwirtschaft verdeutlicht er die Bedeutung gesunder Tiere, verantwortungsvoller Praxis, tierärztlicher Versorgung, wissenschaftsbasierter Standards und wirksamer Kontrollen entlang der Wertschöpfungskette.

 
05.10.2026

Hat KI eine Meinung zu Milch? Informationsvermittlung in Zeiten der 5. Generation Gatekeeper

Am 15.10. diskutiert der Datenjournalist Dr. Jakob Vicari von Tactile News im Rahmen der WISSENSWERTE | European Conference of Science Journalism 2026 gemeinsam mit Kerstin Wriedt, Geschäftsführerin der Initiative Milch, die Kernergebnisse des Milch-KI-Monitors. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen, die weit über die Milch hinausgehen. Wer bestimmt, was wir über Ernährung wissen? Welche Rolle spielen Transparenz und Verantwortung? Und was bedeuten die Ergebnisse für die Kommunikation unserer Branche?

 
29.09.2026

BRS beteiligt sich an offenem Brief: Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft jetzt stärken

Der Bundesverband Rind und Schwein e.V. (BRS) hat sich gemeinsam mit weiteren Verbänden der Land- und Forstwirtschaft und des Ländlichen Raumes an einem offenen Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz beteiligt. Die Verbände appellieren an die Bundesregierung, den angekündigten Reformkurs jetzt entschlossen voranzutreiben und konkrete Verbesserungen für die heimische Land- und Forstwirtschaft auf den Weg zu bringen.

 
28.09.2026

Kabinett beschließt Einführung einer elektronischen Kassenpflicht

Das Bundeskabinett hat den vom Bundesministerium der Finanzen (BMF) vorgelegten Gesetzentwurf zur Fortentwicklung von Kassenaufzeichnungen und zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung sowie zur weiteren Digitalisierung handels- und steuerrechtlicher Aufzeichnungen beschlossen, der ab einem Gesamtumsatz von 100.000 Euro pro Jahr die Einführung einer elektronischen Kassenpflicht zum 1. Januar 2028 vorsieht. Der Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer, hat sich dafür eingesetzt, dass für die Land- und Forstwirtschaft eine Ausnahme von der Kassenpflicht gilt.

 
28.09.2026

Ceva Blog für Rindergesundheit - Prionenerkrankungen im Fokus: Scrapie und CWD

Im Ceva-Blog für Rindergesundheit ist ein neuer Beitrag zu Prionenerkrankungen erschienen. Das Wort BSE erinnert daran, was dies in den Neunzigern bedeutet hat: leere Fleischtheken, Verdacht gegenüber Rindern und große Verunsicherung in der Landwirtschaft. Doch diese Prionenerkrankung hat zwei weniger bekannte Verwandte, die Tierhalter, Halter von Wildwiederkäuern und Jäger bis heute beschäftigen: Scrapie bei Schafen und Ziegen sowie die Chronic Wasting Disease (CWD) bei Wildtieren. Alle drei gehören zur Gruppe der transmissiblen spongiformen Enzephalopathien (TSE). Sie sind nicht heilbar und verlaufen tödlich. Ein genauerer Blick auf die beiden Erkrankungen lohnt sich.

 
28.09.2026

IDF-Webinar: Beitrag der IDF zur Festlegung internationaler Standards

VDM - Die International Dairy Federation (IDF) lädt am 7. Oktober 2026 um 13:00 Uhr zu einem einstündigen Webinar über ihren Beitrag zur internationalen Normung im Milchsektor ein. Im Mittelpunkt stehen die mehr als 120-jährige Mitwirkung der IDF an wissenschaftsbasierten Standards und ihre Zusammenarbeit mit Codex Alimentarius und der Internationalen Organisation für Normung (ISO), unter anderem bei Standards für Analyse- und Probenahmeverfahren. Die Moderation übernimmt Nick Gardner, der als Senior Vice President für Sustainability and Multilateral Affairs beim U.S. Dairy Export Council (USDEC) tätig ist. Er führt durch die Beiträge internationaler Experten der Milchwirtschaft. Weitere Informationen sind auf der Veranstaltungsseite der IDF verfügbar, die Anmeldung ist hier möglich.

 
25.09.2026

Tierische Veredelung stärken – Ernährungssicherung gewährleisten

Der Bundesverband Rind und Schwein (BRS) spricht sich dafür aus, die gekoppelte Einkommensstützung in der GAP 2028–2034 gezielt um eine Veredelungskomponente für relevante Nutztierarten weiterzuentwickeln. Tierhaltende Betriebe sollen damit entsprechend ihrer Leistungen für Ernährungssicherung, Grünlandnutzung und weitere ökologische Funktionen stärker berücksichtigt werden.

 
24.09.2026

Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsministerin Schmachtenberg stellt Ernährungssicherheit und Zukunftsfähigkeit der Betriebe in den Mittelpunkt

Beim Landesbauerntag hat Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsministerin Cornelia Schmachtenberg die Bedeutung leistungsfähiger landwirtschaftlicher Betriebe für die Ernährungssicherheit betont. Angesichts von Kriegen, gestörten Lieferketten und Klimarisiken brauche Schleswig-Holstein eine starke heimische Landwirtschaft und verlässliche Rahmenbedingungen. Schmachtenberg sprach sich für eine verlässliche und ausreichend ausgestattete Gemeinsame Agrarpolitik, eine angemessene Honorierung zusätzlicher Leistungen für Tierwohl, Klima- und Umweltschutz sowie für den Abbau unnötiger Bürokratie aus. Gemeinsam mit Landwirtschaftskammer und Bauernverband arbeitet das Land bereits an konkreten Entlastungen für die Betriebe. Auch die Tierhaltung sei ein wichtiger Bestandteil der heimischen Landwirtschaft: Rund 71 Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe in Schleswig-Holstein halten Nutztiere. 2023 entfielen 52 Prozent des landwirtschaftlichen Produktionswerts auf tierische Erzeugnisse.

 
24.09.2026

Ernährungssicherheit: Drei Anträge im Bundestagsausschuss abgelehnt

Der Ausschuss für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat hat drei Anträge zur Stärkung der Ernährungssicherheit in Deutschland abgelehnt. Zur Abstimmung standen zwei Anträge der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen sowie ein Antrag der AfD-Fraktion. Die Grünen forderten unter anderem eine stärkere ressortübergreifende Betrachtung der Ernährungssicherheit als Teil der Krisen- und Sicherheitspolitik. Im Mittelpunkt standen dabei eine krisenfeste Lebensmittelversorgung, klimaangepasste Landwirtschaft, Wassermanagement sowie die Entwicklung robuster und standortangepasster Sorten. Der AfD-Antrag zielte darauf ab, Ernährungssicherheit im Grundgesetz als Staatsziel zu verankern. Zudem sollten landwirtschaftliche Flächen und damit die heimischen Produktionsgrundlagen dauerhaft gesichert werden. Für die beiden Anträge der Grünen stimmten neben den Antragstellern die Abgeordneten der Linken. CDU/CSU, SPD und AfD lehnten sie ab. Der AfD-Antrag erhielt ausschließlich die Stimmen der eigenen Fraktion; CDU/CSU, SPD, Grüne und Linke stimmten dagegen. Damit fand keiner der drei Vorschläge im Ausschuss eine Mehrheit.