VEZG kündigt Preisempfehlungen für ITW-Schweine an
Oldenburg, VEZG – Mit dem geplanten Beginn des Marktmodells der Initiative Tierwohl (ITW) wird ein grundlegender Wechsel vollzogen. Gleichzeitig wird die Nämlichkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette verbindlich eingeführt.
Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) begrüßt diesen Schritt hin zu mehr Transparenz und Marktorientierung. Gleichzeitig macht die VEZG deutlich, dass die zusätzlichen Anforderungen an die Schweinehalter auch künftig angemessen vergütet werden müssen.
Die Marktlösung kann nur funktionieren, wenn die Mehrleistungen der Schweinehalter im Markterlös sichtbar und verlässlich vergütet werden. Tierwohl hat seinen Preis
, erklärt der Vorsitzende der VEZG
Matthias Frieß.
Die aktuell gezahlten Tierwohlboni in Höhe von 4,50 EUR je ITW-Ferkel für die Aufzuchtstufe und 7,50 EUR je ITW-Mastschwein für die Maststufe sind als Ausgleich für den entstehenden Mehraufwand etabliert. Die Höhe dieser Zuschläge wurde durch unabhängige Beratungsorganisationen überprüft und
bestätigt. Sie stellen die notwendige Mindestvergütung für die zusätzlichen Anforderungen der ITW- Teilnahme dar. Die von unabhängigen Experten bestätigten Zuschläge sind keine freiwilligen Prämien, sondern der notwendige Ausgleich für zusätzliche Kosten und Leistungen. Sie müssen daher auch künftig
, so Frieß.
Bestandteil der Marktleistung sein
Vor diesem Hintergrund wird die VEZG mit Einführung des Marktmodells künftig gesonderte Preisempfehlungen für Zuschläge für nach ITW-Kriterien erzeugten und vermarkteten Ferkeln sowie Schlachtschweinen auf Basis der oben genannten Mindestvergütungen veröffentlichen. Diese
Preisempfehlung soll Markttransparenz schaffen und die Grundlage für eine verlässliche Vergütung der Tierwohlleistungen entlang der Wertschöpfungskette bilden.
Die VEZG sieht in der Veröffentlichung einer Preisempfehlung einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Absicherung der Tierwohlprogramme in Deutschland. Nur wenn die zusätzlichen Anforderungen der ITW auch wirtschaftlich anerkannt werden, kann die Umstellung auf die Marktlösung dauerhaft
erfolgreich sein.
Die VEZG fordert daher alle Marktbeteiligten auf, die von unabhängigen Stellen bestätigten Tierwohlzuschläge als verbindlichen Mindeststandard anzuerkennen und die Vermarktung der ITW- Schweine entsprechend auszurichten.
VEZG – Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch e.V.

20260817 PM Preisempfehlung ITW
Bundesverband Rind und Schwein e.V.
Vereinigte Informationssysteme Tierhaltung w.V.