30.04.2026rss_feed

ITW-Haltungsform 3 und 4 – Futter-Regionalität als weitere Hürde?

SuS, Ausgabe 2.2026 - Die Initiative Tierwohl (ITW) hat einen Kriterienkatalog erarbeitet, um auch die sogenannten höheren Haltungsformen (Frischluftstall, Auslauf/Weide) abdecken zu können. Grundlage hierfür ist unter anderem die QS-Haltungsform. In dieser sind die Kriterien Regionalität und GVO-Freiheit bereits seit Langem verankert.


Aus landwirtschaftlicher Sicht ist grundsätzlich die Frage zu stellen, welche Notwendigkeit der Ausweisung der Anbaubedingungen von Futtermitteln in unseren Haltungsformen zugrunde liegt. Welchen Einfluss auf das Tierwohl hat es, wenn ein Futtermittel aus dem Nachbarort kommt oder eine längere Reise hinter sich hat? Eine Antwort auf diese Frage konnte bislang nicht gegeben werden, doch der nachgelagerte Bereich hält an dieser Forderung fest. Im Rahmen der Ausarbeitung durch die ITW wurde ebenfalls deutlich, dass die verschiedenen Marktakteure den Begriff der Regionalität unterschiedlich definieren. Ein Vorschlag hierfür ist die Deklaration der EU-27-Staaten. Um den Zielwert von 70 % regionalem Futtereinsatz in der Schweinehaltung jedoch erreichen zu können, ist die Branche auf die Ukraine als relevanten Lieferanten von Proteinfuttermitteln angewiesen. Für die Rinderhaltung ist Serbien u. a. ein sehr wichtiger Produzent von Körnermais. Eine Alternative für die Definition des regionalen Bezugs könnte somit der europäische Kontinent sein, ausgenommen Staaten, gegen die die EU Handelsrestriktionen verhängt hat.


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